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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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deö Hauslauchs (Di-ecko 8empoi vlvi KcH/eeLkenck.) *). Da-hin gehört auch der Rostbrand oder Rost des Getreides(lOrscio diuhlAu Do sssinsi.), welcher die obere Fläche der Blätter,seltner die untere Blattfläche, di-e Scheiden und Halme der mei-sten Gctreidcarten, vorzüglich aber der Gerste und des Wei-zens mit seinen zahlreichen, kleinen, vvalcn oder länglichem Pu-steln bedeckt, die später aufbrechen, und die fast kugeligen Sporenin Form eines feinen, anfangs gelben, später rostbraunen, leichtabfärbenden Staubes blvslcgen. Damit ist der Strichbrand(hlrocio linear!» nicht zu verwechseln, der ebenfalls auf

den meisten Getreidearten, oft neben dem Rost brande vor-kommt, aber sich durch seine langgezogenen, strichfvrmigen Pustelnund die cllipsoidischen, mehr hellgelben Sporen unterscheidet; auchkommt er seltner auf der obern Blattfläche, sondern häufiger aufder untern, so wie auf den Blattscheiden vor. Nach dem Ver-stäuben der Sporen bleiben vertrocknete, durchsichtige, gclbröthlichePunkte oder Streifen auf den Blättern und Mattscheiben zurück,und wenn die Entwicklung dieser StauLbrand-Arten sehr überhandnimmt, so werden die Gctreidepflanzen entkräftet, und geben einemerklich geringere Ernte"). —Bei den Smubbranden des zweitenGrades zerfällt die Muttcrmasie nicht mehr unmittelbar in freie Spo-ren, sondern fängt an eine Art von Unterlage zu bilden, welcherdie Sporen mit ihrem untern, stielartig verdünnten Ende ange-heftet sind, oder die lcztern sondern sich doch nur allmcilig von

') Unger, Exanth. d. Pfl. r->b. 5 , r-s. 24. —

') Diesen Staubbranden scheint sich der von Wallroth (k'IoraerxptvA. Oerw-iii. II, p. 212 ) beschriebene verborgene Staub-brand " bleibe (llreil») oeeult» — hinsichtlich seiner Schäd-lichkeit ähnlich zu verhalten. Er befallt die innere Seite der ober-sten Blattscheiden, selbst die Spindel der Aehren und die Spelzender Blüthen, bildet ebenfalls ftrichfvrmige Pusteln, die nach demAufbrechen die Sporen, ähnlich einem schwarzen sammetartigeuFilze, hervortreten lassen. Die Scheiden spalten sich in der Rich-tung der Striche, und biegen sich in schmalen Bändern zurück,wodurch der Halm entblvSt wird, der dann vor der Ernte abstirbt.Diese Krankheit soll in Thüringen auf fettem Boden und in frucht-baren Jahren vorkommen, wird aber von keinem andern Schrift-steller erwähnt, vielleicht weil man sie bisher mit dem Rosteverwechselte.