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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
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den stockenden, in den Lufthvhlen unter den Poren der OberhautÜch ansammelnden Pflanzensäften entsteht, aber in ihrem Umfangezu einer zclligen Hütte erstarrt und einen besondern Balg bil-det, worin die stets ungestieltcn Sporen, wie in einer Fruchthülleenthalten sind. Auch bei dieser vollkommnern Reihe oder denBalg branden läßt sich eine gewisse Stufenfolge erkennen, diesich vorzüglich durch die mehr oder weniger vollkommene Ausbil-dung des Balges kund gibt. Den untersten Play nimmt hierder Blasen brand (Ueiiilsrniium) ein, dessen zarter Balg,aus einem noch sehr unvvllkvmmenen Zellgewebe gebildet, auchnoch unvollkommene, kleine, nngleichgcstaltctc Sporen einschließt.Der unter der Oberhaut erzeugte Pilz drängt hier, wie wir esauch bei den balglosen Branden gesehen, die Oberhaut in Formeiner Pustel in die Hohe, sprengt dieselbe endlich auseinan-der, und es tritt der anfangs halbkugclize Balg hervor, der sichnun noch weiter vergrößert, nach der Reife aufplazt und die rei-fen Sporen verstäuben läßt, während sein unterer Theil, gleichdem einer umschnittcnen Kapselfrncht zurückbleibt, wo man ihnaber leicht vvn der Oberhaut der ihn tragenden Pflanzenthcileunterscheiden kann. Der Blasen brand ist bis jezt nur aufden Blättern und Zweigen der Fichten, namentlich der Kiefer(?1uus beobachtet worden — koriclormium kini.

Hier sieht man zuweilen die Zweige mit den zahlreichen Balgendesselben dicht bcsezt, welche sehr leicht aufplatzen und beim Rüt-teln des Zweiges ihre Spvrcnmassen, wie Staubwolken, ausfal-len lassen.

Hieran schließt sich zunächst ein Schmarotzerpilz, der inMenge auf den Blättern der Wcißtanne (1'inus l^iaea /Tn-r.)— namentlich in der Lausch und den Nvgesen — vorkommt, we-llen seines in einer Ritze sich öffnenden Balges nach der Entlee-rung der Sporenmasse ein muschelsvrmiges Ansehen erhält, undbald als Blasen brand (?e>rieieriuiiim elatliuim /llmLü ekbald als Warzen brand der TaHnc (^eoblium ela-tinuu» A/ber/E et älc/rrn ersieh) beschrieben wird. Wo dieser Pilzs'ch einsendet, schwillt zugleich der Ast auf eigene Weise an, treibtan dieser Stelle in eine Menge von Zweigen aus, welche jedes-mal im Herbste ihre Blätter fallen lassen, und bildet so die (in

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