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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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inländischen Pflanzen bis jczt nur auf den Blättern des gemeinenHuudswürgcrs (E^nnnvhum Vinootoxivum) beobachtet, ist derWalzen brand (Eloimotium nsolopislloum F>res.), welcher da-her auch hier nur erwähnt wird, weil bei demselben der langeröhrige und verschiedentlich gebogene Balg aus einem voll-kvmmnern Zellgewebe besteht, und auch die gestreckten, kolbenför-migen Sporen einen mehr zusammcngcseztcn Bau haben, so daßdieser Ansschlagsschmarotzer unter allen bisher betrachteten diehöchste Ausbildung erreicht. Die Sporen sind mit einem schlei-migen Wesen überzogen und bleiben bei ihrem Heraustreten ausdem geöffneten obern Ende des Balges an der äußern Seite des-selben hängen, ohne zu verstäuben H.

§. 252 .

Auch von diesen höhcrn Entwicklungsstufe» der Balgbrandeläßt sich die stufenweis vvllkvmmncre Ausbildung noch weiterverfolgen durch die sich hier anschließenden entvphytischen Kern-pilze (kzwenom)'ooto8), von welchen die vollkommnern, wen»sie auf lebenden Pflanzen vorkommen, ganz nach Art der Aus-schlagsschmarohcr entstehen*), während die der tiefern Bildungs-stufe, nämlich die Blattschorfe (X^Iomaoel), sich dadurch von

') Unger Exanth. d. Pfl. l'ali. 4 , kig. 25 .

') Es soll hier nur an die Büchsen sporlinge(6)»i8l„,ra) erinnertwerden, welche aus einem mehrfächerigen Balge bestehen, und ausder Mündung desselben eine mit Sporen allenthalben durchdrun-gene Schleimmasse hervortreibe» (Nees v. Esenb. Syff. d. Pilze

u. Schw. t-»b. 4i, «i^. 565); dann an die Kugelpilze (8p!>sei-:»),die in ihren oft zu mehreren verbundenen Behältern einen ausSporenschlauchen bestehenden Kern einschließen, und von welchenz. B. der Kugelpilz der Gräser (8plweri» Orsmini«. — Nees

v. Esenb. a. a. O. md. 41, ssx. ziz, >,) auf den Blättern derGräser ähnliche Flecken bildet, wie der Zwillingsbrand derGräser (kuceillia ki-aminum), und auch, wie dieser, zuweilen zwi-schen dem Rost- und Strichbrande vorkommt; ferner an dieRitzensch orfe (»ystenun?), deren derber Behälter in einer Längs-spalte sich öffnet und die in Schläuche eingeschlossenen Sporenaustreten läßt. Von allen diesen Gattungen sind jedoch nur einTheil der Arten entophytische Schmarotzer, während die größereAnzahl derselben auf abgestorbenen Pflanzentheilen entstehen, undalso nicht mehr als Krantheitsprodukte gelten können.