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Ausschlagsschmarvtzer; va abcr der Achmuugsproccß hier nicht wie beijenen merklich gestört scheint, so bildet sich bei dem Flugbrandeder krankhaste Zustand der Sästcmasse mehr im Innern deSPflanzcnkörperö aus und wirst sich vornehmlich auf die in derEntwicklung begriffenen Fructifikationstheile, bei welchen dannnoch keine Athmung und Aushauchung statt findet. Es könnendaher alle jene Ursachen, welche einen Zustand vvn Ucbcrsüllungmit rohen, unvollkommen verarbeiteten Saften herbeiführen, dieinnere Anlage zu dieser Krankheit begründen. Diese Anlage trittam bemerkbarsten bei den angebauten Gräsern ein, wenn ihnenanfangs durch widrige Wittcrungseinfiüsse oder durch verkehrteBehandlung die nöthigen Nahrungsstoffc entzogen und die Pflan»zen dadurch in einen schwächlichen Zustand versczt, dann aberplötzlich diese Stoffe derselben in solcher Menge dargeboten wer-den, das; sie sich damit überladen müssen. Die erste Anlage desFlugbrandcs kann indessen oft schon im Samen liegen, wenn die-ser unreif oder während anhaltendem Negenwettcr eingeerntet, oderauch wenn dessen Kcimfähigkcit durch Aufbewahrung an dumpfi-gen Orten geschwächt wird, so daß er nur schwächliche Pflanzenhervorzubringen im Stande ist, die dann gerade auf einem sehrnahrhaften Boden, aus den eben angegebenen Ursachen, am leich-testen von dem Flugbrande befallen werden. Wir können zu denäußern Ursachen dieser Krankheit besonders noch zählen anhaltendefeuchte, nebelige Atmosphäre und Regen während der Entwick-lungszeit der Blüthcntheile bei den noch zarten Pflanzen, feuchteBeschaffenheit und ungünstige Mischung des Bodens, Mangel anLuftzug und Licht. Wirken diese Ursachen dauernd uHd kräftigein, so erscheint diese Krankheitsform, größere und ausgebreiteteStrecken befallend, als ein Uebel, welches ganze Gegenden undLänder ergreift. Daher sieht man den Getreidebrand vorzugs-weise in naßkalten, regnerischen Jahren und in fettem, feuchtemErdreiche, namentlich in tiefern Lagen die Ernte des Lan^mannsschmälern. Da abcr die Erzeugung dieser Krankheit immer vomInnern des Eierstocks und der übrigen Blüthcntheile ausgeht,da überall, wo dieselbe entsteht, die oben bemerkte innere Anlagesich zu erkennen gibt, so fällt von selbst in die Augen, daß hiernoch weniger, als bei den Ausschlagsschmarotzcrn, von einer An-steckungsfähigkeit die Rede seyn kann, welche vvn vielen behauptet
. Btschvff, Botanik. II. Bande» 2 . Thl. 7