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Da dieser Flugbrand oft weit über die Saatfelder sich ausbrei-tet, so kann er diesen sehr verderblich werden, und dem Land-wirthe durch die Echmälcrung der Ernte großen Nachtheil brin-gen. Da er jedoch größtenthcils schon vor der Ernte verstäubt,so kann er wenigstens nicht wohl das Mehl verunreinigen unddadurch unsere Gesundheit gefährden.
Eine verwandte Krankheit ist der Mays-Flugbran d(llstilnAo Aln^stls. Iloesto Alnzstis De (7.), welcher den Sten-gel in den Llattwiukeln, die männlichen Blüthen und besondersauch die Eierstöcke des Mays oder Welschkorns befällt, wobei dieergriffenen Theile unförmlich bis zur Wallnnfi-, ja am Stengeloft bis zur Faustgroße aufschwellen. Diese Geschwülste sind an-fangs fleischig und füllen sich spater ganz mit einem dem Gc-trcidebrand ähnlichen Staube an, dessen Bläschen aber hier mehrdurchsichtig sind; bei der Reife plazt die ganz außerordentlich aus-gedehnte Oberhaut, worauf die Stanbmaffe verfliegt, und die Restevon Häuten und Zellgewebe, die der Zersetzung widerstanden, zurückläßt.
Außer den Gräsern entwickelt sich der Flugbrand auch nochbei andern Pflanzen; so in den Eicrstveken und deren Umhül-lung bei den Riedgräsern (t'avox), den Kn ö teri chartcn (I'o-I^Kvnum), mehreren Korbblüthigen sPvuA»^c>Kon, Koonsonei'!,),in den Staubbeuteln vornehmlich bei verschiedenen Earyephvllcen
(8nponni'in vkstoinaüs, I^esinis xespei'tina, 1^. I'Ias 6uouli,
Vinntlius Enrtliii^nnni'nin n. a.) und Zwiebelgewächsen (Pu-llis, 8oiIIa kiloim, OriiitlroA.nIum luteuw), wo man dann nochverschiedene Arten unterschieden hat P.
Die G^vächsc, vorzüglich die Getreidcpflanzci:, welche vomFlugbrande befallen werden, zeichnen sich gewöhnlich durch einenüppigen Wuchs und durch eine dunkelgrüne Farbe, die Anzeicheneines Zustandes von Vvllsaftigkeit aus, und tragen also mit denrohen und unansgebildetcn Nahrnngssäften, womit sie überladensind, schon den Keim der Krankheit in sich. Die erste Entwick-lung der Brandbläschcn aus dem veränderten Safte hat auch,wie die der Urpilze, Aehnlichkeit mit der Entwicklung der
*) Dahin gehören: dlrerlc» LsiH« bei Riedgräsern; llreüo re-eeptaculorvm /)s <7. bei Korbblüthigen; vi-cüo utriculos- Ls <7.,bei Knöterich-Arten; IIreüo sntliersrum Ds <7. in den Staubbeu-teln der oben genannten Pflanzen u. a. m.