uicht das blose Absterben der Elcmentarvrgane, welches die Er-zeugung dieser innern Pilzbildung bedingt, svndern es müssen dieabgestorbenen Massen auch noch von Pflanzciisaft Hinflössen seyn,der durch seinen fortdauernden Andrang erst die crstvrbencn Icllen-mcmbrancn zu der erwähnten Pilz- Entwicklung anzuregen scheint.Daher tritt nur dann in dem auf dem Stamme zurückgebliebenenTheile eines abgehauenen Astes diese Bildung ein, wenn die Wundewieder mit einer Rindenschichte sich überdeckt, und so findet manhäufig in knotigen Erhabenheiten der Rinde alter Waldbäume,am häufigsten alter Buchenstämme *) eine gelbliche oder bräun-liche Masse, welche in cylindrischcn Stücken, zuweilen von meh-reren Fuß Länge und Dicke, das Innere des Astes bis zurSplintschichte ausfüllt, und sich mehr oder weniger tief auch indas Holz des Stammes hineinzieht. Diese schwammige mehroder minder elastische Substanz, welche nichts Anderes als eineAnhäufung der Nachtfaser darstellt, ist der sogenannte verbor-gene oder innere Astschwamm, der in einigen Gegendenauch den Namen Grab zünd er. führt, weil er ohne alle weitereZubereitung als vorzügliches Zündmaterial sich benutzen läßt.
Dieser Astschwamm läßt sich, dem Baume entnommen, vieleJahre lang unverändert aufbewahren. Wird er aber an seinemEntstehungsorte von der ihn bedeckenden Holz- und Rindenschichteentblost, so wird er bald zerstört und lost sich, ähnlich wie diekranke Hvlzmaffe bei dem feuchten Brande und Baumkrebs , ineine braune Jauche aus. Ist dagegen der Ast splitterig gebrochen,oder . wird durch einen sonstigen Umstand das Ueberwachsen derWunde mit neuer Rinde verhindert, so trocknet das abgestorbeneHolz auS und geht auf die nämliche Weise, wie bei den abgefal-lenen Aesten, in Verwesung über. Feuchtigkeit allein reicht zurBeförderung der Rachtfaserbildnng nicht hin; es muß der leben-dige Pflanzensaft dabei mitwirke» können, und im Holze des ge-fällten Baumes tritt unter der äußern Einwirkung der Feuchtig-keit diese Bildung nicht ein.
*) Außerdem ist aber diese Bildung, obgleich seltener, auch in altenStämmen der Eiche, Birke, Kiefer und selbst einiger Obstbäumebeobachtet worden (Bergt. Th. Hartig a. a. O. S. so).