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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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europäische Lindernic (Istusteristn p^xiflama), der Sump f-sirändling (I-itoiwII» luvnstow) und das gewöhnliche Pil-lenkraut (?llulk»riu Alodulifsru) gehören, wären noch schickli-cher als die eigentlichen Amphibien desGcwächsreiches zu bezeichnen.

Das Verhältniß des Lichtes zu den Pflanzen ist schon mehr-mals (besonders §. 149) berührt worden. Wir wissen, daß d-rmeisten Gewächse ohne Licht nicht bestehen können. Indessen istdie Lichtmenge, deren sie bedürfen, doch sehr verschieden, indemmanche, als eigentliche Licht pflanzen, nur an freien, demSonnenlichte ganz ansgesezten Standorten wachsen, wie der kleineund l a b kr a u tar t i g c Waldmeister (^spsrul-, v^nanolcle»,^ K-stioicles) und das B e r g - S t e i n kr a n t (^Ix88um monts-inim), während andere, schon früher (I!, S. 187) angegebene der direk-ten Einwirkung der Sonnenstrahlen sich entziehen und den Schattenlieben, dagegen nur eine kleinere Zahl so lichtscheu sind, daß sie an völligfinstern Orten leben, wie die unter der Erde oder in dunklen Höhlen undin den Schachten der Bergwerke vorkommenden Pilze und Flech-ten, von welchen man daher, außer den eigentlich unterirdi-schen, noch die Höhlen- und G rnb e n p flan z c n unterschei-den kann. Auch manche Algen wachsen in einer solchen Tiefedes Meeres, daß sie fast gänzlich dem Einflüsse des Lichtes ent-zogen sind, wie der traubcnblättrige Tang (I'uous vitl-kollus //«mL.), welchen v. Humboldt in der Nähe der kanari-schen Inseln aus einer Tiefe von 192 Fuß heraufzog.

Viele Pflanzen kommen endlich auf organischen Körpern an-geheftet vor. Wenn sie auf lebenden Pflanzen wachsen und zu-gleich aus diesen ihre Nahrung ziehen, so werden sie alseigentliche Schmarvzer unterschieden, von welchen schon(§. 178, §. 242—253), ausführlicher die Ncde war. Dabeihaben wir auch (Z. 243 u. 244, in den Noten) erfahren, daß^ noch un eigentliche oder falsche Schmarotzer gibt,welchen die lebenden Pflanzen blos zur Anhcftnng dienen, ohne

sie aus diesen ihre Nahrung erhalten. Seltner kommen anflebenden Thieren befestigte Pflanzen vor; doch hat man z. B.dieeral g e n auf Walisischen und an Muschelschalen lebenderVNichthiere festsitzend gefunden. Eine Menge von Gewächsenwachsn und nähren sich aber auch auf abgestorbenen und inVerwesung übergehenden Pflanzen und Thieren, so wie auf thierischen

Bischvff, Botanik. IN Bande- r. Thl. 9