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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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130
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Exkrementen; dahin gehören nicht allein sehr viele Pilz e, sondernauch manche hoher ausgebildete Pflanzen, wie die Schne c-V oitie(Volt!» nivalis), welche auf den höchsten Alpen Oberkärnthensvorkommt und nur auf Kühdüngern wächst, die sie in Gesellschaftdes krugförmigen Schirmmooses (8pl»oli»um uroeola-tum) mit einem grünen Mvvsrascn überkleidet. Eben so siehtman aus den Alpen die Sennhütten von zahlreichen Pflanzen desAlpenampfers und blauen Sturmhutes umgeben, denender durch das über Nacht um diese Hütten lagernde Vieh sichanhäufende Dünger einen angemessenen Standort bietet. Danun bei einer vollständigen Verwesung organischer Stoffe die unsschon bekannte Dammcrde sich bildet, so machen dieser halbver-weste Dünger, so wie selbst die faulenden Thiere und Pflanzen,eigentlich nur den Uebergang zum Dammerdeboden, welcherüberhaupt der Pflanzenernahrung äußerst günstig ist, und ebendarum die reichste und üppigste Vegetation besizt.

Wie die Pflanzen nach den bis daher angegebenen Verhält-nissen häufig für sich ihre bestimmten Standorte behaupten, sosehen wir auch viele vorzugsweise oder ausschließlich in Gesell-schaft von gewissen andern Pflanzen auftreten, welche entwederzu ihrem Gedeihen gleiche äußere Verhältnisse erfordern oder ih-nen die zu ihrem kräftigen Bestehen nöthigen Bedingungen ge-währen. So ist es bekannt, daß viele Gewächse nur auf ange-bauten Feldern zwischen Getreide, Gemüseartcn oder Futterpflanzenvorkommen, wie die Saat-Wucherblume (6Iir^8a»tk>oiuu,nsoAötum), die Ko rn l i ch t ne lke oder Raden (I^estuis 6itsti>Ao)der Ackcrsenf (Slnnpis -»rvoimis), der Ackerspörk (8per-z;ula «rvensis) , die Spiegel-Glockenblume (Oampaiiul-,8pevuluw), mehrere Feldsalat-Arten (k'estia äentata, I'. ^>>-i-ivula), die dicke und Roggen-Trespe (kromus Ai-os8us,k seoalinus). Manche derselben siedeln sich ohne Unterschiedzwischen verschiedenen kultivirten Pfianzenarten an, andere suchenvorzugsweise die Gesellschaft einer bestimmten angebauten Pflan-zenart, wie die b laue Korn blume (l^entaurea t^anus), welchedie Roggenfelder vorzieht, und die südliche Suffrenie (8uk-kren!» lilikurmis) , die in Italien nur in Reisfeldern wächst.Andere machen sich gerne in den besser gedüngten Gärten undWeinbergen heimisch, und werden darin oft zu lästigen Unkräutern,