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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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Ablagerungen der Steinkohlengebilde schließen, daß jene Gewächseder Urwelt auf zerstreut aus dem Meere hervorragenden Inselnlebten, und daß in jener Zeit noch keine größern Kontinente vor-handen waren.

Das Vorkommen der banmförmigen kryptogamischen Gefäß-pflanzen und der Cykadecn, bis weit nach Norden, während derzweiten Periode beurkundet noch ein sehr warmes und mehr gleich-förmiges Klima der damaligen Zeit; aber die Abnahme der Was-serpflanzen und die Seltenheit der Banmfarne läßt vermuthen,daß die Vegetation schon weniger den Charakter einer Inselfloraan sich getragen, und daß das feste Land schon in größern Strecke»über das Meer sich erhoben hatte. Es mögen wohl hie und danoch große Wafferbccken als Binnenseen zurückgeblieben seyn, wor-aus sich vielleicht die Anwesenheit der zahlreichen Schafthalmc,als vermuthlicher Uferpflanzen, erklären laßt.

Die Vegetation der dritten Periode zeigt durch das Vorherr-schen der Cykadcen immer noch auf eine bedeutend hohe Tempe-ratur der ganzen Erdoberfläche hin; aber eben diese Pflan-zen, im Vereine mit den Nadelholzwäldern, lasten uns schließen,daß die Flora dieses Zeitraums scbvn mehr eine Kontinentalfloka,eine Flora des Binnenlandes gewesen sey.

In den beiden lezten Perioden weist die zunehmende Man-nichfaltigkcit der Formen auf eine allmälig eingetretene Verschie-denheit der Klimate hin. Einige Palmen und andere baumar-tigen Monvkotylcdoneen erinnern zwar noch an einen höhcrn Tem-peraturgrad in nördlicher gelegenen Ländern; aber im Allgemeinenwird die Vegetation dieser Perioden unserer jetzigen immer ähn-licher, woraus wir schließen dürfen, daß in diesen Zeiträumen dieAusdehnung des festen Landes und die klimatischen Verhältnissevon denen der Jcztzeit nicht mehr sehr verschieden waren, wennauch das Vorkommen zahlreicher Meerespflanzen in den älternSchichten der hierher gehörigen Gebirge noch immer eine gerin-gere .Ausdehnung Des Festlandes, die oben erwähnten tropischenGewächse aber ein noch weiter ausgedehntes wärmeres Klimaandeuten.

Obgleich die Vegetation einerjcdcn Periode, neben den ihr eigen-thümlichen, auch solche Gattungen besizt, die in die späternZeiträume hinübcrrcichcn, so führt doch die allgemeine NergleichungBischoff, Botanik. II. Bande« L. Thl. 13