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der verschiedenen Vegetationen zu der Annahme, daß mit jederzwischen den einzelnen Bildungsperioden eingetretenen Katastrophedie Pflanzen völlig oder grvßtenthcils von der Erdoberfläche ver-schwanden , und nach der Bildung einer neuen Gebirgsschichtedurch andere ersczt wurden, indem bei der fortwährenden allmä-ligen Verminderung der Temperatur die Physiognomie der Vege-tation sich stufenweise immer mehr derjenigen annäherte, welchedie Zcztwelt zeigt.
Wenn aber nach jeder Erdrevolution andere Pflanzen zumVorschein kamen, so konnten diese nicht aus schon vorhandenenSamen aufgekeimt seyn, londcrn er! mußte jedesmal eine neueorganische Schöpfung stattgefunden haben. Die Verbreitung dernämlichen Arten über das ganze, anfangs in kleinere Inseln ge-schiedene, so wie später mehr zusammenhängende, feste Land läßtvermuthen, daß die verschiedenen Pflanzenartcn in zahlreichen In-dividuen zu gleicher Zeit auf vielen Punkten der Erdoberflächeentstanden sind. Wie und auf welche Weise diese ersten Pflanzenerzeugt wurden, das ist uns eben so wenig erklärbar als die jeztwahrscheinlich noch fortdauernde Entstehung lebender Wesen durchursprüngliche Erzeugung (ll, S. 515—518) *). Hier, wie überall,wo wir bis zum Ursprung der Dinge zurückzugehen versuchen,finden wir diesen in ein unergründliches Geheimniß gehüllt; eineunbefangene Naturforschung erkennt hier bescheiden die ihr ge-steckte Grenze an, und weist uns hin zu dem erhebenden Glau-ben an jenen Urquell alles Seyns, an jene höchste, ewig schaffende,
*) Mancke unserer gelehrten Erklärer wollten zwar sich und Andereüber diesen wichtigen Punkt mit der Annahme zufrieden stellen,„daß überall, wo die vier Elemente, Erde mit Wasser, unter Zu-tritt von Luft und Licht zusammentreten, Gewächse hervorkom-men können"; aber sie bedachten nicht, daß hiernach auch derTöpfer, der mit seiner Töpfererde die drei übrigen jener Elementetäglich zusammentreten läßt, im Stande seyn müßte, fortwährendvegetabilische Schöpfungen zu Tage zu fördern. Auch die Annahmeanderer Erklärer-„daß nur organischer Stoff und Wa sser-und Luft nöthig seyen, um bei hinlänglicher Wärme die orga-nische Bildung hervorzurufeir", obgleich die äußeren Bedingungenin Bezug auf dir Jeztzeit richtiger darlegend, gibt uns doch nochnicht die geringste Aufklärung über die Art und Weise, wie diePflanzen entstehen und woher das Leben ihnen komme.