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seiner zehnten Klasse; die Gräser vertheilte, er trotz ihrerauffallend großen Verwandtschaft, in die zweite, dritte, sechste,einundzwanzigste und dreiundzwanzigste Klasse. Bei den Labialten sah er fast ängstlich darauf, ob die beiden kürzern Staubge-fäße mit vollkommenen Antheren versehen, verkümmert oder gänz-lich fehlgeschlagen seyen, und brachte hiernach einen Theil dieserebenfalls sehr natürlichen Familie in die vierzehnte, den andern in diezweite Klasse. Währender jedoch bei diesen, sowie bei den Scro-fnlarinen (Orntlola, 8oro^stnlao!k>, kontstemon) und vielenandern Pflanzen aus verschiedenen Familien (kommelinn, Icknuw,
oilintn, I, nnAustikolin etv.) die verkümmerten
Staubgefäße gar nicht in Bezug auf die Klasscnbestimmnng be-achtete, werden sie in andern Fällen, z. B. bei der Gattungsla, wieder mitgezählt.
Die Verwachsung der Griffel wird bei Bestimmung der Ord-nungen in den ersten dreizehn Klassen meist berücksichtigt, indemdie vom Grunde bis zu verschiedenen Hohen herauf verwachsenenGriffel nur für einen gezählt, bei völlig getrennten Griffeln aberdie Ordnungen nach der Zahl derselben bestimmt werden. Die"'Verhältnisse sind aber ebenfalls wechselnd, und es gibt z. B.den Gattungen G ä nsefuß (tstienopoclium), Melde (Strips«*)-Salzkraut (8nlsola) und Enzian (Koickian.a) Arten mitzwei völlig getrennten, und andere mit bis zur Mitte verwachse-nen oder sogenannten zweispaltigen Griffeln; alle diese Gattungt"stehen jedoch in der zweiten Ordnung (DiZ^nia) der fünfte"Klasse. Bei fehlenden Griffeln, wo also die Narben dem Eier-stock aufsitzen, werden diese an verwachscnblattrigcn Pistillen >"den meisten Fällen nur für eine einzige genommen und dietungen als monvgynische betrachtet, selbst dann, wenn diese sitzt"*den Narben noch ganz deutlich getrennt sind, wie bei der Tulpt-daher müssen wir es aber auch für folgewidrig erklären, wen»"'andern Fällen, wo die Trennung der Narben viel weniger deut-lich ist, z. B. bei Hvllunder (8amduous) und Schnecbal(Vlbnonum), die angenommen wird.
Besonders schwankend und großem Wechsel unterworfen letzt"wir die Trennung der Geschlechter nicht allein bei Gattungen dt"nämlichen Familie, wie bei Gräsern und Cyperacee"'welche Gattungen mit monoklinischen, diklinischen und polygamische"