481
I» diesem Werke sind weit mehr Pflanzen beschrieben als in denSchriften der bisher genannten Autoren; es enthält (nach Spren-gels Angabe) gegen 5800 Ärten, wovon 2480 abgebildet sind.Aber auch Tabernämontanus müht sich noch sehr mit derNomenklatur des Divskorides ab, wobei er sich jedoch zugleich überdie Namen aller Sprachen verbreitet, und auch er laßt sich mitder größten Umständlichkeit über die Angaben der Heilkräfte aus,welche den meisten Raum in seinem Buche einnehmen. Seine Ab-bildungen sind meist Cvpicn aus den Werken anderer Schriftsteller,aber weniger zierlich als diejenigen, welche mehrere seiner Vorgän-ger gegeben hatten *).
.Iscnyum Tliocxloium 8>bco»uen>vntanum , der Artzney l>u, torkN»,vud Chursürstllcher Pfalz Al>-äicum. so an diesem Werk so Jahrcolligirt, auch einverleibte Kräuter vnd Gewächs, den mehrertheilselbsten gebraucht, vnd fleißig beschrieben hat. Jezt widerumb mitvielen schönen newen Figuren, auch nützlichen Artzneyen vnd andernguten Stücken, sonderlich aber das Ander und Dritte Theil, mitsonderm Fleiß gemehret, durch v»«p-nu,» Lauinnu», voc-toi-em, vndder Vniversitet zu Basel kiol'k««i»em Oräinarium. Franks, a. M.i6i!t (Fol.) Eine spätere Auflage: Das. 1625. Dann meh-rere bis auf die neueste von Hieron. Bauhin zu Basel 1751.Auch lateinische Ausgaben in Quart werden erwähnt: Icone, ,,1,»-
tsrum, «ivo «tirpium toin i»rj»iliiiar»n> qusiu exotiear»»,. I>«»eof.
1588 und I5dl> <s. Schuttes Grundr. einer Gesch. u. Liter, derBot., S. 6v).
H Zu erwähnen ist hier noch der Böhme Ad. Jaluziansky vonZaluzian zu Prag, der die Pflanzen seiner Vorgänger, nament-lich des Dvdonäus in eine Art natürlicher Methode zu stellenversucbte. .Sein Werk führt den Titel: 4iel>>u<li iieiiiurio« Ii6>.UI. k>,o°uc 1502 ; davon gibt es noch eine Ausgabe: kisnook.1604 (4.). — Er ahnete die Sexual-Verhältniffe der Pflanzen, un-terscheidet Zwitter, Androgynen und getrennte Geschlechter, undhat zwar einige natürliche Familien (zum Theil nach Lobels Vor-gang) gut zusammengestellt, bringt dann aber doch auch wieder einGemenge von Pflanzen zusammen, die gar nicht zusammengehören,und scheint sich überhaupt noch keines leitenden Princips recht be-wußt gewesen zu seyn, wie wir dieses bei Cesalpini schon ein Jahr-zehnt früher finden.
NvM wenden zwei Deutsche genannt, die in diesem Jahrhundertlebten und die Pflanzen einzelner Provinzen sammelten. Der ersteJoh. FrancnS, aus Camcnz, gab einen riorw, l,u«sti»e, «. l)s-talogsu, plantÄi'um in kwsatis »s»e«otiui» (öuäiosin 1LV4 (4.) heraus,