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und Ray bestanden, waren viel zu unvollständig, um in Anwen-dung kommen zu können.
Einen ganz eigenen Weg zur Eintheilung des Pflanzenreichsin natürliche Familien schlug Michel Adansvn, Akademikerzu Paris, ein, welchen wir schon unter den in Afrika reisendenBotanikern kennen lernten. Von der Ueberzeugung ausgehend,daß bei einer natürlichen Anordnung der Gewächse alle Theilederselben berücksichtigt werden mästen, unternahm er die mühseligeArbeit, nach jedem einzelnen Pflanzcnvrgane eine oder mehreresystematische Zusammenstellungen der Pflanzen zu bilden, welchesich auf Lage, Gestalt, Zahl, Größenvcrhältniß, Dauer, Substanz,sinnliche Eigenschaften und sogar auf Wirkung und Anwendunggründeten. Auf diese Weise erhielt er 65 künstliche Systeme,zwischen welchen er abermals eine Vergleichung anstellte, woraufer diejenigen Pflanzen in die gleiche Familie zusammenbrachte,welche sich in den meisten jener künstlichen Reihen zunächst stan-den, weil er annahm, daß diese Pflanzen die meisten Beziehungenunter sich haben und sich folglich am nächsten verwandt seynmüßten. Als das Resultat dieser wiederholten Vergleichung er-hielt er 58 Familien, welche er nach ihrer Verwandtschaft in derallgemeinen Tracht, ohne sie unter höhere Abtheilungen zu ord-nen, aneinander rcihctc, und in seinem Werke, mit Angabe derzu einer jeden Familie gehörigen Gattungen, nebst der Aufstellungsginer künstlichen Reihen, beschrieb So sicher aber auch der vonAdanson eingeschlagene Weg der allgemeine» Vergleichung zumvorgesteckten Ziele zu führen scheint, so zeigt doch eine genauere Prü-fung, daß derselbe nicht immer naturgemäß sey, und wenn auchdie Adansvn'schen Familien großeuthcils in der Natur begründetund viele derselben in die neuern Systeme aufgenommen wordensind, so ist doch nickt zu verkennen, daß er sich, ungeachtet dermühsamen Vergleichung einzelner Verhältnisse der Organe, dochin vielen Fällen, durch seine ausgebreitete Pflanzcnkcnntniß unter-stüzt, von seinem eigenen Gefühle für natürliche Verwandtschafthabe leiten lassen. Denn wenn auch bei einer natürlichen An-ordnung der Gewächse alle Organe berücksichtigt werden müssen,so kann doch nicht allen Theilen und »och weniger allen
) ^>7. k-iwillen des plLntk«. krtris. 1763. 2 Thle. (8 ).