Gewächse, wozu schon früher durch die Verdächtigung der mikros-kopischen Beobachtungen (s. S. 498) der Grund gelegt war, gabauch Linne ein wenig erfreuliches Beispiel, indem derselbe denGebrauch der Mikroskope verschmähte und sogar die Phytotvmcnzu den bloßen Liebhabern der Botanik zählte* *). Andere, wieAugustin Friede. Walthcr, Professor in Leipzig*), Christ.Friedr. Jampert, Arzt, zu Halle ^), und Friedr. Kasim.Medikusb), welche sich mehr mit phytvtomischcn Untersuchun-gen befaßten, konnten oder wollten Vieles nicht sehen, was dieoben genannten Gründer der Phytotvmie schon unzweifelhaft er-kannt hatten, und suchten namentlich in die Lehre von den Spi-ralgesäßcn manche Zweifel zu bringen. Selbst Scnebier, der,wie wir noch erfahren werden, so viel für die Physiologie derGewächse geleistet hat, scheint die Spiralgcfäße nickt selbst gese-hen, und gesteht, auch die Spaltöffnungen nicht gefunden zu haben.
Erst ChristvphKarl Reiehel, Professor in Leipzig, untersuchteund beschrieb die Spiralgefäße genauer "*), indem er nachwies, daßGrew der Wahrheit nahe gekommen, Malpighi dagegen inder Annahme von Klappen in diesen Gefäßen sich geirrt habe. Ausdem Aufsteigen gefärbter Flüssigkeiten in denselben schloß er, daßsie die Pflanzensafte führten. — Das Zellgewebe ward dagegenzuerst wieder ausführlicher beschrieben von Gevrg Rudvlph,B v h m c r Professor in Wittcnbcrg, der jedoch die Wände der Zellenaus Fasern gebildet angab ^). — Ueber die Epidermis und deren
") Linus sagt (!?IiiIo>>opli. dutsn. 43): üota»v/>/i>t« 8»»t, >ju> vsi'i'slle v<-^«t»dilit»i8 ti-uüiö?, uut, licet es »ou propiie »ä «ricnti-i», ko-tsnicsin «perlont, ui Itaitulsni, IVIkklici, >tis«:>-ll»nki.
H !)>' »truoiura pl»nt»iu>» pro^rsmin». I^ipsisu.
1760. (4.).
') <?/»'. /e,-,,/. 8>>eeimk,i pli;>>ioloxiu»! plsulsiuui liuntrs vs-
«»>un> in pisnli» p>-»l>»bilitstkn>. UnIIse. 1755. (8 ).
Fr. Kas. Medikus, Beiträge zur Pflanzenanatomie, Pflanzen-physiologie und einer neuen Charakteristik der Bäume und Sträucher.Leipzig. 1799. (8.).
*) O'/rr. t)«»'. Ve vas!« p!s»turu::> 8>,i> rilibu». I,ip8iü«. 1758. <4 ).
Mit einer Kupfertafel, worauf die Spiralgcfäße sehr gut darge-stellt sind.
t- /tu^ Lo/iMt"»', lle vcgeladilium t:e»„Inso evntrxlu. ZVilttbtstz' ,1753. <4.). I,ip^>se. 1785. 1,8.).