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Erster Band.
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bb und ik, begränzl werden, heißt jener Raum die nördliche, und dieserdie südliche gemäßigte Zone, weil die schief auffallenden Sonnenstrahleneine mildere Wärme verbreiten als zwischen den Tropen. Eine jede dieserZonen erstreckt sich von ^23 ^ bis 66 Abstand -vorn Äquator und hatdemnach eine Breite von 43°; beide Gürtel zusammengenommen also 86Grad. Endlich die von den Polarkreisen eingeschlossenen Kugelstücke umbeide Pole i§ir und lies, welche zwei Mal 23^ — 47° im Bogen desMeridians zum Durchmesser haben, heißen die kalten Erdgürtel, weildie noch schiefer auffallenden oder ihnen zum Theil ganz entzogenen Son-nenstrahlen einen sehr geringen Grad von Wärme zu verbreiten imStande sind.

Nach der Abtheilung der Erdoberfläche in Zonen läßt sich die Lageeines Ortes auf derselben nur sehr allgemein, und überdem nur nach derEntfernung vom Äquator, entweder gegen Norden oder gegen Süden,nicht aber gegen Osten oder Westen, angeben. Wenn wir z. B. sagen,Berlin und Stuttgart liegen in der nördlichen gemäßigten Zone, so wirdman uns fragen: In welcher Gegend dieses Erdgürtels liegen aber diegenannten Orte, da er eine Breite von 43° hat, wie viel Grad liegt Ber-lin nördlicher oder südlicher als Stuttgart, und wie groß ist der Unter-schied von Westen nach Osten, oder umgekehrt? Zur Beantwortung derletzten Frage zieht man durch einen Punkt des Äquators und beide Pole» der Erde halbe größte Kreise oder Meridiane und bestimmt den Abstanddes Meridians eines seiner Lage nach unbekannten Orts von demjenigenMittagskreise, welchen man als den ersten angenommen hat, in Gradenund Gradtheilen des Äquators oder seiner Parallelen; diesen Abstandnennt man die geographische Länge eines Orts. Dann werden durch einenjeden Punkt dieser Meridiane vom Äquator bis zu den Polen Kreise ge-zogen, die, weil sie mit der Mittellinie gleichlaufend sind, die vorerwähn-ten Parallelkreise bilden; und die Entfernung eines jeden dieser Parallel-kreise vom Äquator heißt die geographische Breite eines Orts, die ent-weder nördlich oder südlich ist, je nachdem der Parallel auf der Nord-oder Südseite des Gleichers liegt. Wo sich also Meridian und Parallelunter der gegebenen Länge und Breite eines Orts durchschneiden, da liegtderselbe auf der Erdoberfläche.

Was die geographische Breite betrifft, so kann sie, da man vomÄquator nord- oder südwärts bis zu den Polen rechnet, auf's höchste biszu 90° gehen. Im Äquator ist sie daher 0, und unter den Polen 90°.Betrachten wir die zuletzt mitgetheilte Figur, so ist für den Ort r, dessenwahrer Horizont durch die Linie HOIi, und das Zenith durch X bezeichnet