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Erster Band.
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Ergebniß. Es hat dem Meridiangrad unterm Aequator, nach Conda-mine's Berechnung, eine Länge von 56750 Toisen angewiesen, und daherder Erde diejenige Gestalt gegeben, welche Huygens und Newton austheoretischen Untersuchungen entwickelt hatten; und wir können mithin amSchluß dieser historischen Nachweisung sagen: die Erde ist ein an denPolen abgeplattetes Sphäroid.

Allein wie verhalten sich die beiden Durchmesser dieses Körpers?Dieß ist eine Frage, mit deren Beantwortung man sich seit jener Zeitauf'S Lebhafteste beschäftigt hat. Die Gradmessungen der französischenAkademiker weckten den Wetteifer der Astronomen auch anderer Nationen.So maßen, außer La Caille am Vorgebirge der guten Hoffnung im Jahre1750, die Jesuiten Le Maire und Boscovich in den Jahren 1750 bis1752 einen Meridianbogen im Kirchenstaat; Liesgany in Ungarn, 1760bis 1762; Boccaria und Canonica in Piemont, 1768; Dixon und Masonin Pennsylvanien, 1764 bis 1768; Neuben Burrow in Bengal, 1791.Eine der wichtigsten Gradme'ssnngen, welche in neuerer Zeit ausgeführtworden sind, ist die französische von Delambre und Mechain; diese Astro-nomen wiederholten in den Jahren 1792 bis 1797 die Operationen derCassini's auf dem Pariser Meridian zwischen der Küste des Englischen Ka-nals und den Pirenäen, und verlängerten sie über dieses Gebirge hinausbis Barcellona in Spanien, von wo die Messungen im Jahre 1806 durchBiot und Arago bis zur Insel Formentera ausgedehnt wurden. AufCassini de Thury's Vorschlag fing Noy schon im Jahre 1784 auch inEngland mit einer Gradmessnng an, die aber oft unterbrochen und erstim Jahre 1803 durch Mudge vollendet wurde. Eine genaue Revisionder Bestimmungen Maupertuiö ergab, daß die znr Berechnung der Ab-plattung so wichtige Messung der Länge eines Grades unter dem Polar-kreise der nöthigen Genauigkeit ermangele. Die schwedische Akademie derWissenschaften veranlaßte daher eine neüe Gradmessung in Lappland, diein den Jahren 1801 bis 1803 durch Swanberg, O'Frerbvm u. A. aufeinem größeren Meridianbogen ausgeführt wurde, als von Maupertuisgeschehen war. Um dieselbe Zeit fing Lambton die große Gradmessungin Ostindien an, die beim Kap Comorin beginnt und gegenwärtig unterEverest's Leitung durch die ganze Halbinsel bis an den Fuß des Hima-laya fortgesetzt wird. Auch in Europa sind in der neuesten Zeit zwei be-deutende Breitengradmessnngen unternommen worden, die eine von Schu-macher und Gauß in Jütland und Hannover, die andere von Struve inden Ostseeprovinzen Rußlands.

Bei den Bemühungen, die Ergebnisse der Messungen zur genauen