Band 
Erster Band.
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gegen Ost und West abnehmende Barometerstände gefunden werden, bisman endlich auf dem Meridian von Kamtschatka ein Minimum erreicht.Wenn nun gleich, auch außerhalb der Tropen, der höchste und niedrigsteStand seine Richtigkeit hat (siehe oben in der Tabelle die Stände z. B.von Gran Canaria und Madeira, und von Tigilsk), so sind doch dieBeobachtungen, welche Erman zur Begründung des Abnahme-Verhältnissesmittheilt, zu isolirt und, auf einer einzigen Seereise gesammelt, zu geringan Zahl, um schon jetzt eine Gesetzmäßigkeit in dem Phänomen für alleZonen erkennen zu können. In der That zeigen auch die langjährigenBeobachtungen in einigen Strichen der nördlichen gemäßigten Zone, daßvon dem azorischen Meridian gegen Osten statt einer Abnahme eine Zu-nahme im mittlern Barometerstände erfolge; so ist, um dies übersichtlichdarzustellen, der mittlere Barometerstand aus dem Parallel von etwaLat. 55° N. Lat. 60° N.

Edinburgh 336,og Long. 5° 30' W. Hardangerfiord 335,55 Long. 4° 18' O.Apenrade 336,— 7° 06'O. Petersburg . 336 ,59 — 27° 58' ,.Danzig . 337,»° — 16° 17' „

Schouw schließt aus den Resultaten dieser Zusammenstellung, daß dieBusenbildung der Ostsee auf die Erscheinung eines höhern Barometerstan-des im Hintergründe des Busens als am Atlantischen Meere selbst vonEinfluß sei.

Folgende Tafel, welche A. von Humboldt in seinem Versuch über dieGeographie der Pflanzen mitgetheilt hat, enthält eine Übersicht von derAbnahme des Luftdrucks mit zunehmender Höhe unter Voraussetzung derbeigeschriebenen Wärmegrade, welche für die heiße Zone gültig und inden Regionen über 3000 t. Höhe nicht ganz sicher sind, weil sie sich aufdas hypothetische Gesetz der Wärme-Abnahme stützen, auf das wir im,sechsten Kapitel ausführlich zurückkommen.