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meter genannt), bei dessen Konstruktion es darauf ankam, ein vor demZutritt der aüßern Luft geschütztes Thermometer den Wirkungen derSonnenstrahlen auszusetzen; bei Anwendung dieses Apparates ergab eSsich, daß ein Höhenunterschied von nahe 85V r keine Veränderung in derGröße der Wärme hervorbrachte, welche die Sonnenstrahlen erzeugten,wenn der Apparat ihren Wirkungen gleich lange ausgesetzt wurde. Da-gegen zeigte sich diese Wirkung an einem in freier Berührung mit derLuft den Sonnenstrahlen ausgesetzten Thermometer sehr bedeütend. Eskonnte folglich die Ursache der Temperatur-Verminderung nicht in derverminderten Fähigkeit der Sonnenstrahlen liegen, auf größeren HöhenWärme zu erzeügen; sondern sie mußte in der veränderten Beschaffenheitdes Mediums gesucht werden, durch welches die Sonnenstrahlen in derHöbe oder Tiefe zur Erdoberfläche gelangen, nämlich in der verändertenBeschaffenheit der Luft auf hohen Bergen im Verhältniß zu der in derEbene.
Außerdem, daß die Luft auf den Bergen bei weitem dünner als inder Tiefe ist, in Folge der verminderten Wirkung der Schwere und desDrucks, welchen die einzelnen Luftschichten auf einander ausüben, so istsie ferner aus den Höhen auch durchsichtiger als in tiefen Gegenden. Hierist sie mit Dünsten (Wasserdämpfen) und Staubtheilchen erfüllt, welchedie Durchsichtigkeit bedeütend vermindern, und die höheren Regionen inweit geringerem Maaße erreichen; und es ist daher eine bekannte Beob-achtung aller Gebirgsreisenden, daß man auf den Gebirgen nicht nurgleich entfernte Punkte weit klarer als in der Ebene sieht; sondern auch,daß der Himmel, welchen wir von unten, durch stärkere Brechung derSonnenstrahlen, fast immer von matter, blangrauer Farbe erblicken, vonden Bergen gesehen ein weit intensiveres, dunkleres Blau hat. Beide Er-scheinungen aber müssen gleichmäßig darauf wirken, die Wärme erzeügendeKraft der Sonnenstrahlen bedeütend zu vermindern.
Man möge nämlich in Rücksicht auf die Natur des Lichtes und derWärme einer Ansicht sein, welcher man wolle, so steht doch nach denWahrnehmungen aller Physiker gleichmäßig fest, daß Wärme-Erzeügungvon den Sonnenstrahlen in einer jeden Materie nur in dem MaaßeStatt finden kann, in welchem sie von derselben verschluckt werden. Invollkommen durchsichtigen Körpern, welche den Sonnenstrahlen freienDurchgang gestatten, wird keine Wärme erzeügt, und je undurchsichtigerein Körper ist, desto stärker kann er sich erhitzen. Die Erzeügung derWärme muß unter allen Umständen als eine Zerstörung des Lichts ange-sehen werden, und je vollkommener diese möglich ist, desto stärker wird