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Erster Band.
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allgemeinen Gesichtspunkt gestellt, ergeben die Humboldt'schen Messungenfolgende Werthe:

Rucn-Pichincha, Lat. 0° lü' S. . . 2455^

Huahua-Pichincha.. 2461

Antisana, Lat. 0° 31' S.24S3

Corazon, Lat. 0° 32' S. 2458

Cotopari, Lat. v° 41' S. 2490

Chimborazv, Lat. 1° 28' S. 2471

Mittel .... 2471

Weil der Cotopaxi einige Zweifel darbietet, und der Antisana bisauf 2100^ Höhe von einer großen Ebene umgeben ist, welche Wärmezurückstrahlt und die Schneelinie zu erhöhen strebt, so setzt A. von Hum-boldt die Gränze etwas tiefer als die gefundene Mittelzahl, nämlich auf2460», deren jährliche Oscillation nicht über 12 bis 15« beträgt.

Vergleicht man diesen Werth mit demjenigen, welcher in den Cordil-leren von Bolivia gefunden worden ist, so erstaunt man, daß er hiergrößer ist als dort, da man doch nach aller Analogie gerade das Gegen-theil hätte erwarten können, denn die Andeskette in Bolivia (dem vor-maligen Hochpern) liegt um 17° vom Äquator entfernt. Hier waltenalso Umstände ob, die in der Konfiguration der Cordilleren begründetsind, und die Schneegränze, trotz des großen Abstandes vom Gleicher, um20lU höher heben als in Quito. A. von Humboldt erklärt diese Anoma-lie durch die Wärmestrahlung der Hochebenen, auf welchen die Schnee-berge von Bolivia stehen, durch die Heiterkeit des Himmels und die Sel-tenheit des Schnee's in sehr kalten und außerordentlich trockenen Luft-schichten. Er selbst bemerkte schon in den Andes von Assuay, zwischenCnenca und Alanssi, Lat. 2° 20' S., fern von allen entflammten Vulka-nen, auf Höhen von 2480 bis 2490 ^ nicht die mindeste Spur von Schnee,und kam in Folge dieser Erfahrung auf die Vermuthung, daß in denPeruanischen Andes die Schneelinie höher stehen könne als unter demÄquator. Pentland hat diese Vermuthung im Jahre 1826 zur Evidenzerhoben. Aus seinem neüesten Bericht (1835) entnehmen wir darüberFolgendes: —>

Der erste Punkt, auf welchen sich seine Beobachtungen beziehen, istder Vulkan von Arequipa, der eine Höhe von 2863^ erreicht. SeinScheitel ist zu allen Jahreszeiten bis auf ungefähr 78^ (500 engl. Fuß)von seiner Spitze meistens mit Schnee bedeckt; aber dieser verschwindetzuweilen ganz während der Herbstmonate. Der Umstand, daß dieser Berg