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Erster Band.
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den Messungen von Parrot (dem Verfasser dieser Erläuterungen) bei2446^ über der Meeresfläche anzunehmen ist.

Im Kaukasus haben Engelhardt und Parrot die Schneelinie am Kas-bek 1647^, und Kupsser und Lenz am Elbrus sie 1727^ hoch gefunden,nach genauen Messungen; minder zuverlässig sind die Bestimmungen fürden Altai, wo, nach isolirten Barometer-Messungen von Ledebour undBunge, die mit einem als konstant angenommenen mittlern Barometer-stand am Meere verglichen wurden, aus den Ridderskischen Bergen derSchnee in Schluchten etwa S2»r, und auf dem Plateau des Korgon inSchichten verschiedener Jahre 1100^ hoch lag.

Außerhalb der Wendekreise kennt man, mit Ausnahme der Cordille-ren von Chili (Lat. 35° S.) und der hohen Granitgipfel auf Madagaskar(Lat. 20° S. snach Commerson/j), keine Schneeberge in der südlichen He-misphäre, es sei denn, daß die noch unverbürgte Nachricht von ihremVorkommen in den Gebirgen der südöstlichen Ecke von Neüholland (Lat.38° S.) sich bestätigen sollte. Der Kontinent von Afrika dehnt sich zwarauch bis ungefähr zum 35sten Parallelkreis gegen S. aus; allein, vbwvldas Land von der Küste gegen N. und NO. sehr bedeütend ansteigt, sichselbst in Hochflächen, wie im Plateau von Bokkeveld, zu 830» schon nahean der Küste erhebt und Berge trägt, welche man dort, wie die Kettedes Kompaß-Berges im Nieuwevelds-Gebirge, die Schneeberge nennt, dieeine Höhe von 4600 ^ haben sollen, so ist doch der ewige Schnee dort nochunbekannt. Im Innern von Afrika sollen die Mondberge, Djebel alKomri, die Schneegränze erreichen, die sich hier, wie A. von Humboldtbemerkt, durch das Strahlen der großen Plateauflächen, die jenen Bergenzum Fußgestell dienen, bedeütend erheben muß. In den abyssinischenAlpen sind die Gebirge der Provinz Samen mit ewigem Schnee bedeckt;der Bergkamm Bnahat, Lat. 43'// N. , ist nach Rüppell's Messung2267^ hoch, und die „beinahe perenne Schneemasse" seines Gipfels bildetdie Hanptquelle des Ataba-Stroms; — hier dürfte sich mithin die untereGränze des ewigen Schnee's zu etwa 2300 ^ annehmen lassen.

In Südamerika erinnern schon die Namen der, außerhalb des Ket-tenzuges der Andes gelegenen, Sierras nevadas de Merida (Lat. 8" N.)und de Santa Marta (Lat. 41° N.) daran, daß diese Gebirge in dieRegion des ewigen Schnee's reichen; die zuletzt genannte Sierra erhebtsteh mit ihren zwei zuckerhutförmigen Hörnern fast unmittelbar aus demSchvvsie des Meeres und dient den Schiffern auf der Caraibischen Seezu einer erwünschten Landmarke. Zwischen Lat. 19° und 30° N. giebt esauf der bekannten Erde keinen Punkt, welcher in die Schneegränze reicht,