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Erster Band.
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mit Ausnahme der östlichen Fortsetzung des Himalaya nach Hinterindienund dem südwestlichen China; der höchste, genau gemessene Berg in dieserZone, der Pik von Teneriffa (Lat. 27^/»° N.), ist 1908? hoch und niemalsdas ganze Jahr hindurch mit Schnee bedeckt; auf den Inseln des GrünenVorgebirges, auf den Azoren, im südlichen Indien, sind keine Berge,welche diese Höhe erreichen. Im nordwestlichen Afrika ist der höchsteKamm des Atlas-Gebirges mit ewigem Schnee bedeckt; eines seiner Hör-ner, der Miltstn, Lat. 31° 12? N., ist nach Washingtons Messung 1782?hoch; das ist bedeütend niedriger als die Schneegränze am südlichen Ab-hänge des Himalaya in gleicher Latitudo, und doch war der Miltstn inner-halb zwanzig Jahren nur ein einziges Mal von Schnee entblößt gesehenworden. Diese Erniedrigung der Schneelinie, wenn sonst die Messungzuverlässig ist, scheint um so merkwürdiger, als die Sierra nevada deGranada, am Südrande des Spanischen Hochlandes, Lat. 37" 10? N-,nach Don Elemente Roxas Nivellement, ebenfalls bei 1780? Höhe in dieSchneeregion reicht, und der Etna, auf der Insel Sicilien, mit seinerSpitze, die 1748? hoch ist, die Schneegränze berührt — nach Schouw.Derselbe Beobachter sagt, daß die Apenninen-Gipfel, welche zwischen Lat.42° und 43° N. eine Höhe von 1489? erreichen, die Schneelinie ebenfallsberühren. In Nordamerika liegen zwischen Lat. 37° und 41° N. diebeschneiten Gipfel der Rocky MountainS (felsigen Gebirge), bis 1800? an-steigend; die Gränze des ewigen Schnee's daselbst ist nicht bekannt.

Wenn man, sagt Charpentier, am Ende des Sommers die Alpenaus einer gewissen Entfernung, z. B. vom Rücken der Jurakette, erblickt,so bemerkt man einen Gürtel blendenden Schnee's, der den obern Theilder höchsten Spitzen einhüllt. Die untere Gränze dieses Gürtels scheinteine gerade und wagerechte Linie zu bilden; allein je mehr man sich demGebirge nähert, desto mehr verschwindet die Regelmäßigkeit der unternSchneegränze; man findet Stellen, wo der Schnee tief unter dieser Linieangetroffen wird, und andere, wo er sich über derselben erhält. Dochwird die Erhebung dieser Linie, wie man sie aus der Ferne erblickt, alsmittlere Höhe der untern Gränze des ewigen Schnee's betrachtet, dieSaussure auf 1300? gesetzt, A. von Humboldt aber, nach Vergleichungaller neüern Angaben, insbesondere der Messungen von Wahlenberg, fürdie Alpen in der Schweiz, um 70? vermehrt hat. Die Piräneen bietenjenen Anblick nicht dar, wenn man sie aus der Ferne erblickt; sie zeigennur mehrere isolirte Schneemassen, deren Basis von vorliegenden Bergenmehr oder minder versteckt ist. Die Bestimmung der untern Gränze desewigen Schnee's in den Piräneen ist daher sehr schwierig, und der