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gleichsam von den Seiten des Strichs in einer schiefen oder transversalenRichtung; indem das Ganze das Ansehen eines Netzes annimmt. Zuandern Zeiten werden die Wolken stufenweise dichter, steigen tiefer indie Atmosphäre herab und erzeugen, indem sie sich mit andern, tieferschwebenden Wolken vereinigen, Regen, ohne die erwähnten transversalenNetzlinien zu zeigen. Diese verschiedenen Wolken-Formeu werden, obschonsie aus geraden Linien bestehen, unter dem allgemeinen Namen Cirrusverstanden, wegen ihrer Ähnlichkeit mit dieser Wolke, wenn sie unter ge-krümmten und gebogenen Gestalten erscheinen. Der Comoid Cirrus, inEngland unter dem populären Namen mavs's tail (Grauschimmel-Schwanz) bekannt, ist der eigentliche CirruS. Er hat einige Ähnlichkeitmit einer ausgestreckten Locke weißen Haars, oder einem Bündel gekämmter(comkmll) Wolle, weshalb er den Namen Comoid führt. Er kommt ge-wöhnlich bei veränderlichem Wetter vor und wird für einen Ankündigervon Wind und Regen gehalten. Bei diesem Wetter verändert er sicy inwenig Stunden bedeütend; haben aber die Fasern für eine beträchtlicheZeit eine konstante Richtung nach demselben Kompaßstrich, so entsteht vondieser Weltgegend durchgängig eine Kühlte. Weht bei warmem, verän-derlichen Wetter ein schwacher Wind, so bemerkt man oft lange undschief absteigende Cirrus-Striche, die zuweilen entfernte Wolken mit ein-ander verbinden. Haüfig bilden sich durch Zwischenstellung dieser Cirrizwischen einen Cumulus und eine andere Wolke, der Cirro-Stratus, derCumulo-Stratns und zuletzt der Nimbus, oder die Regenwolke. Beob-achtet man den Cirrus aufmerksam, so findet man, daß er beständig inBewegung ist und nicht bloß seine Gestalt verändert, sondern auch eineinnere Unruhe in der Substanz der Wolke hat, besonders in dem breitenunter seinen beiden Enden. Jeder Theil scheint Leben zu haben und inBewegung zu seyn, während die ganze Mäste kaum ihre Stelle verändert.Bei genauerer Untersuchung scheint diese Bewegung oft aus den Federnzu bestehen, welche den Cirrus bilden, die schwach von und zu einanderwogen; oft indessen scheinen sie wie kleine Flecken alle in Bewegung zusein. Dies findet haüfiger in denjenigen großen und hohen Cirri Statt,welche runde Köpfe und lang zugespitzte Schwänze haben, wie sie beitrockenen Ostwinden im Sommer und Herbst so gewöhnlich sind.
Die Bildung des Cumulus oder der Haufenwolke sieht mau am bestenbei schönem, beständigem Wetter, um die Zeit des Sonnenaufgangs undetwas später. Kleine Wolken-Flecke erblickt man hier und da in derAtmosphäre zerstreüt. Diese scheinen das Ergebniß kleiner Aufsammlun-gen von Stratus oder des Abend-Nebels zu seyn, die Morgens aufsteigen