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Erster Band.
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und zu kleinen Wolkenmassen wachsen, während der Überrest des Himmelsklar bleibt. Gegen Sonnen-Aufgang nehmen diese Wolken zu; zwei odermehrere vereinigen sich, bis eine große Wolke gebildet ist, die, eine hau-fenartige und unregelmäßig halbkugelige Gestalt annehmend, den NamenCumulus (oder Stacken-Cloud, d. i. Haufenwolke) erhalten hat. Diesist eigentlich die Tageöwolke, welche gegen Abend gewöhnlich aufhört unddann die Stufen verfolgt, die sie am Morgen bei ihrer Bildung ein-schlug. Sie theilt sich in kleine Stücke und löst sich in Dünste auf, welchedem Stratus Platz machen, der deshalb die Nachtwolke genannt wird.

Einige Varietäten in den Formen deS Cumulus verdienen eine beson-dere Erwähnung, weil man glaubt, daß sie mit elektrischen Phänomenenin Verbindung stehen. Die hemisphärische Gestalt bildet sich bei schönemWetter vollständiger aus als bei veränderlichem. Wenn so gut ausge-bildete Cumuli viele Tage hinter einander erscheinen, so hat sich dasWetter gesetzt, und das Elektrometer ist in seinen Angaben ziemlichbeständig. Sie sind weißlich gefärbt und reflektiren, wenn sie der Sonnegegenüber stehen, ein Silber-Licht. Cumuli, welche in Intervallen zwischenRegenschauern vorkommen, sind wolliger, und in Gestalt und Farbe ver-änderlicher. Zuweilen haben sie schwärzliche Farbe und können hierin zuZeiten so wachsen, daß sie den Himmel verdunkeln und die Form deSCumulo-Stratus (oder der Twain-Cloud, d. h. doppelte) nach deutscherTerminologie gethürmten Haufenwolke annehmen.

Der Stratus (Fall-Cloud) oder die Schichtwolke besteht aus Nebelnund all' den kriechenden Dünsten, welche gegen Abend die Thäler füllenund Morgens verschwinden. Die Cumuli, welche während eines heißenSommertages geherrscht haben, nehmen gegen Abend ab, und es entstehtstufenweise ein weißer Nebel am Grunde, der an Dichtigkeit bis Mitter-nacht und selbst bis zum Morgen wächst und nach Sonnen-Aufganggemeiniglich verschwindet. Im Herbst dauert diese Wolke am Morgenzuweilen länger. Im Winter wird sie dichter und hält bisweilen einenganzen Tag oder gar mehrere Tage an. Ein merkwürdiger Fall dieserArt ereignete sich im Januar 1814: vierzehn Tage lang herrschte ein dickerNebel in einem großen Theil von West- und Süd-England, und besonderswurde er in London empfunden, wo der in Stockung gerathene und nie-dergedrückte Rauch die schreckliche Heimsuchung in ihren Wirkungen mehrals verdoppelte. Dieser von der Verbrennung von Steinkohlen erzeugteRauch scheint auch hauptsächlich thätig zu seyn, wenn man bei den häu-figen Winter-Nebeln in London genöthigt ist, die Läden und Werkstättenam Tage künstlich zu erleuchten. Der Stratus ist oft positiv elektrisiert,