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Erster Band.
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bevor dieser eintreten kann, muß die Regenwolke stets ihre karakteristischenZeichen gehabt haben. Der beste Weg, einen klaren Begriff von derBildung des Nimbus oder der Regenwolke zu erhalten, ist, daß maneine entfernt stehende Wolke von. ihrem Entstehen an, bis daß stein Regenübergeht, im Profile betrachtet. Der Cnmulus erscheint zuerst in seinemFortgang aufgehalten; dann senkt sich ein Cirrns oder Cirro-Stratus aufseine Spitze, worauf der Übergang in Cumulo-Stratus rasch erfolgt; unddiese Wolke, die an Dichtigkeit zunimmt, nimmt jenen schwarzen unddrohenden Anblick an, welcher ein bekanntes Zeichen von Regen ist. DieseSchwärze verändert sich bald in eine mehr graue Dunkelheit^ was dasMerkmal von der wirklichen Bildung der Regentropfen ist, die nun zufallen anfangen, während eine Cirriförmige Federkrone von den obernTheilen der Wolken sich ausstreckt und kleine Cumuli in den untern Theiltreten. Nachdem der Schauer sich ergossen hat, erscheinen die verschiede-nen Modifikationen abermals in ihren verschiedenen Stationen: der Cirrns,der Cirro-Stratus, oder vielleicht der Cirro-Cumulus treten in den obernRegionen der Atmosphäre auf; während der übrige Theil des gebrochenenNimbus die Gestalt flockiger Cumuli annimmt und in der untern Luftströ-mung schwebt. Bei Regenwettern, das in einzelnen Schauern auftritt,erfolgt die abwechselnde Bildung und Zerstörung der Regenwolken schnell aufeinander, und die oben beschriebenen Modifikationen sind stufenweise im Ge-folge dieses Wechsels. Wegen seiner Verbindung mit lokalen Schauern unter-scheidet sich der Nimbus von den übrigen Modifikationen dadurch, daß er fastausschließlich in seinem breiten Bahrtuchs den Glanz des Regenbogens zeigt.

Was die-Höhe anbelangt, in welcher die Wolken über der Erdober-fläche schweben, so leüchtet es aus der vorstehenden Beschreibung schonein, daß dieselbe für die verschiedenen Modifikationen sehr verschiedensein müsse. Im Ganzen genommen, sagt A. von Humboldt in seinerPflanzen-Geographie, scheint diese Höhe ziemlich konstant zu sein. Dieuntere Wölkenschicht schien mir in einer Höhe von 60 v^ über der Meeres-fläche zu schweben. In dieser Höhe herrscht auf den Abhängen der Andeö-kette jener dicke Nebel, in welchen man während eines Theils des Jahresin Lalapa, östlich von Mexiko, und in Guaduas, in Neü-Granada,beständig eingehüllt ist. Die obere Gränze der dicken Wolken ist ungefährbei 160 V bis 1800 ^; aber ein sehr auffallendes Phänomen ist die Existenzder kleinen Wolken, welche man im gemeinen Leben Schäfchen nennt, inmehr als 3900 ^ Höhe. Wir (A. v. Humboldt und Bonpland) haben sieüber uns auf dem Vulkan von Antisana gesehen, und Hr. Gay-Lussacerwähnt ihrer ebenfalls in dem Bericht über seinen zweiten aerostatischeir