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Erster Band.
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Aufflug. Welche Leichtigkeit müssen diese Dunstbläschen haben, um sichin einer so dünnen Atmosphäre halten zu können. Nach den Beobach-tungen von Biot und Gay-Lussac scheint die untere Gränze der Wolkenin Eüropa während des Sommers 600« hoch zu sein, wie es unter demÄquator der Fall ist. — Kämtz sagt aber, daß es keinen einzigen Gegen-stand der ganzen Meteorologie, vielleicht der ganzen Naturlehre, gebe,über welchen wir so wenig numerische Resultate besitzen als über die Höheder Wolken. In welcher Höhe schweben die einzelnen Wolkenarten?fragt er. Wie sinken oder steigen sie, wenn eine Modifikation in dieandere übergeht? Ist di»-Höhe derselben Wolkenarten während des ganzenJahres oder Tages gleich oder ungleich? Nach welchem Gesetze richten sichdiese Änderungen in der Höhe? Die Beantwortung dieser und ähnlicherFragen muß der Zukunft überlassen bleiben. Einige Messungen, welcheKämtz im Sommer 1830 anstellte, gaben in der Höhe von Wolken gleicherArt oft Unterschiede von etwa 170«. So fand er an einem Nachmittagedie Höhe der Cumuli zwischen 1200« und 1400«; an verschiedenen Tagen1340« und 790«. Zwischen 9^ Morgens und 6^ Abends bewegen sichdie Cumuli nach seinen Messungen in Höhen zwischen 500« und 1660«,und im Durchschnitt glaubt er für dieselbe 630« annehmen zu dürfen. DieHöhe der Cirri schwankte zwischen 1660« und 4000«; ihre mittlere Höheim Sommer schätzt Kämtz auf 3330« für-unsere Gegenden; Cirro-Stratnswar 1830« hoch; und die Höhe von Gewitterwolken wechselte von 230«bis 830«,. Stratos berührt die Oberfläche der Erde.

Weil ein größeres Quantum von Feüchtigkeit in einem gegebenenRaume vorhanden sein kann, wenn die Temperatur höher ist, so ist esklar, daß es einen gewissen Wärmegrad giebt, bei welchem mit einigerFeüchtigkeit geschwängerte Luft gerade gesättigt ist; diesen Wärmegradnennt man den Niederschlags- oder Thaupunkt, denn wird die Luft unterdiesem nur im mindesten kälter, so setzt sie Feüchtigkeit ab. Ist daöKälterwerden eines Luftkörpers unter dem Thanpunkt sehr gering, >o istder Effekt eine bloße Störung der Durchsichtigkeit, oder die Erzeugungvon Nebel. Beim Thau wird die Durchsichtigkeit nicht affizirt, weil eönicht die Masse der Luft ist, welche kälter wird als der Niederschlagspunkt,sondern bloß ein kleiner Theil derselben, der mit Oberflächen in Berüh-rung kommt, welche durch Strahlung kälter geworden sind. Wenn einLuftkörper bedeütend kälter wird als der Thaupunkt, so wird das Wasserhaüfiger abgesetzt und fällt, indem es sich in Tropfen sammelt, in Ge-stalt von Regen auf die Erde nieder; oder ist die Temperatur hinreichendniedrig, so gefrieren die Tropfen theilweise und -bilden Graupeln; stod