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sie vollkommen gefroren, Schnee; und sind die gefrornen Tropfen großund kompakt, so erhalten sie den Namen Hagel.
James Hutton machte den ersten Versuch, die Phänomene deö Re-gens rc. durch bekannte Grundsätze zu erklären. Ohne darüber zu ent-scheiden, ob die Feüchtigkeit in der Luft entweder einfach, gemengt oderchemisch verbunden sei, muthmaßte er aus den Phänomenen, wie cS jetztdurch Experimente festgestellt ist, daß die Quantität wäßriger Dämpfe,welche in der Atmosphäre existiren kann, in einem großem Verhältnißwechselt als die Temperatur. Hieraus schloß er, daß, wenn zwei mitFeüchtigkeit gesättigte Luft-Volumina bei verschiedenen Temperaturen ge-mischt sind, ein Niederschlag der Feüchtigkeit erfolgen muß, weil nämlichdie mittlere Temperatur nicht im Stande ist, das mittlere Dunst-Quantumzu tragen. Allein wenn die Lust, vor der Mischung, nicht völlig mitFeüchtigkeit gesättigt ist, dann kommt ein kleineres Quantum oder garnichts zum Niederschlag. Obwol dieser Theorie andere, namentlich vonDe Luc, entgegengestellt worden sind und sie Einwürfe, von Luke Ho-ward, erfahren hat, so hat sie doch den Vortheil für sich, daß sie aufErscheinungen beruht, welche besser bekannt sind, als z. B. Howard'sGrundlage, der den Regen als das Resultat der gegenseitig wirkendenelektrischen Thätigkeit der Wolken erklärt; und durch eine sorgfältigeUntersuchung aller bisher bekannt gewordenen Thatsachen hält sich Kämstfür berechtigt, den von Hutton entwickelten Satz als richtig darzustellen.
Was die Vertheilung des Niederschlags betrifft, so ist dieselbe in denverschiedenen Zonen und Regionen der Erde sehr ungleich; doch hat derSchöpfer in seiner Weisheit sie so angeordnet, daß der Regen da am haü-sigsten fällt, wo die Evaporation am schnellsten erfolgt. Doch erleidetdieses Gesetz nicht wenig Ausnahmen, denn es giebt Gegenden der Erde,wo es fast gar nicht regnet, indem — um uns Kämtz'Worten zu bedienen/— die stark erwärmte Lust nicht so viel Dämpfe enthält, daß selbst beistarker Temperatur-Depression ein Niederschlag Statt finden könne. Zndiesen gehören die großen, fast aller Vegetation beraubten Gegendenaußerhalb der Wendekreise. Die Sahara bietet uns das merkwürdigsteBeispiel dieser Art dar. Der Mangel an Regen wird in einigen Gegen-den durch häufigern Thau-Niederschlag zum Theil ersetzt. Auf der andernSeite giebt es Gegenden, wo es immer regnet, und diese Gegenden liegenmeistens an der See. Überhaupt findet man, daß der Regen gegen denÄquator hin häufiger ist als gegen die Pole, eben so häufiger an denSeeküsten als im Innern der Kontinente.
Betrachtet man den Niederschlag nach seinen verschiedenen Formen