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Lokalverhältnisse sehr großen Einfluß; doch zeigen sich auch allgemeineVerhältnisse; so giebt es vom Äquator bis etwa Lat. 40 " eine Region,wo der Schnee nie fällt, so daß daselbst zwei Schneegränzen vorhandensind: diejenige nämlich, unter welcher nie Schnee angetroffen wird, unddiejenige, oberhalb welcher der Boden nie vom Schnee entblößt ist, d. i.die Gränze des ewigen Schnees, die von Lat. 4 V° an in den gemäßigtenund kalten Ionen allein wiedergefunden wird.
Zwischen den Wendekreisen verschmelzen sich die vier Jahreszeitenmeistentheils in zwei, von denen jene die trockene und diese die nasseJahreszeit oder Regenzeit genannt wird, weil während der Dauer derersten der Himmel beständig heiter ist, in der andern aber Regen vor-' herrscht. In der heißen Zone, sagt A. von Humboldt, folgt sich Allesmit einer wunderbaren Gleichförmigkeit, weil die starken Kräfte der Natursich nach leicht erkennbaren Gesehen begränzen und das Gleichgewicht hal-ten. Im Innern des Kontinents von Südamerika, östlich von den Cor-dilleren von Merida und Neu-Granada, in den Llanos von Venezuelaund des Rio Meta, zwischen den Parallelen von Lat. 4 ° und 40 ° N.,da überall, wo eS vom Mai bis zum Oktober beständig regnet, ist derGang der atmosphärischen Phänomene folgender Maßen: — Nichts gleichtder Reinheit der Atmosphäre in dem Zeitraume vom Monat Dezemberbis zum Monat Februar; der Himmel ist alsdann beständig ohne Wol-ken, und zeigt sich mal eine, so nimmt ihr Erscheinen die Aufmerksamkeitder Bewohner ganz in Anspruch. Der Ost- und Ostnordost-Wind wehtheftig. Da er immer eine gleichwarme Luft herbeiführt, so können dieDünste durch Erkaltung nicht sichtbar werden. Gegen das Ende desFebruars und zu Anfang des Monats März ist das Blau des Himmelsminder tief, das Hygrometer zeigt nach und nach eine größere Feüchtig-keit an, die Sterne werden zuweilen durch eine schwache Dunstfchicht ver-x schleiert, ihr Licht ist nicht mehr ruhig und planetarifch, man sieht sievon Zeit zu Zeit bis zu einer Höhe von 80 ° über dem Horizont funkeln,eine in dieser Zone sehr seltene Erscheinung, die das Ende der schönenJahreszeit anzukündigen pflegt. Um diese Zeit nimmt der Wind anStärke und Regelmäßigkeit ab und wird oft von Windstillen unterbrochen.Wolken thürmen sich am südsüdöstlichen Horizonte auf, in Gestalt ferner,scharfgipfliger Gebirge. Von Zeit zu Zeit lösen sie sich vom Horizonteund durchlaufen das Himmelsgewölbe mit einer Geschwindigkeit, die mitdem schwachen Winde, welcher in den untern Luftschichten herrscht, kaumim Verhältnis zu stehen scheint. Gegen Ende März wird der südlicheHimmel durch kleine elektrische Explosionen erleuchtet, die wie phosphorische^
Bergbaus, Bd. I. 18