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auf eine einzige Dnnstgruppe beschränkte, Schimmer erscheinen. Wo«nun an geht der Wind von Zeit zu Zeit und für die Dauer mehrenStunden nach W. und S.W. über, ein sicheres Zeichen von der Annähe-rung der Regenzeit, die am Orenoco gegen das Ende des April eintritt.Der Himmel sängt an sich zu verschleiern, das Azur verschwindet, undeine graue Farbe verbreitet sich gleichförmig. Zu gleicher Zeit nimmt dieTemperatur der Luft allmälig zu; bald sind es nicht mehr Wolken, son-dern condensirte Dünste, die das ganze Himmelsgewölbe bedecken. D«Brüllaffe sängt an, seine klagenden Töne lauge vor Sonnen-Anfganghören zu lassen. Die atmosphärische Elektricität, welche während datrockenen Jahreszeit, vom Dezember bis zum März, am Tage fast be-ständig l,, bis 2 Linien des Voltaischen Elektrometers gewesen mr,wird von nun an außerordentlich veränderlich. In den Ebenen erhebtsich das Gewitter zwei Stunden nach der Culmination der Sonne, mit-hin kurze Zeit nach dem Augenblick, wo die tägliche Wärme unter derTropen ihr Mapimum erreicht hat. Im Innern des Landes ist-es äußerst'selten, den Donner in der Nacht oder am Morgen rollen zu hören, nächt-liche Gewitter kommen nur in einzelnen Thälern vor, die ihr Lokalklimhaben. Während es in den gemäßigten Zonen eine bekannte Erscheinungist, daß es ganze Tage und Nächte hindurch regnet, gehöret es in duheißen Zone zu den größten Seltenheiten, wenn ein Mal Nachts Regenerfolgt. A. v. Humboldt giebt nach einem ungenannten Beobachter denGang des Regens für Surinam folgender Maßen: — In der nassenJahreszeit fängt der Regen anfangs zwischen 9^ und Itp Morgens anund hält den ganzen Tag bis 3^ oder 4^-Nachmittags an; später beginnter gegen 11^ oder die Mittagsstunde; dann gegen oder 2^, und end-lich um 3^- oder 4^, worauf er ganz aufhört; bei Tagesanbruch ist dieLuft in allen Jahreszeiten heiter.
Der Anfang und die Dauer dieser Regenzeit sind nicht überallgleich. Aus Kämtz's fleißigen Nachforschungen bei den verschiedenste»Berichterstattern ergiebt sich darüber Nachstehendes: — Im Allgemei-nen sind die periodischen Regen dann am stärksten, wenn sich die Sonneim Zenith des Beobachters befindet. In Afrika, in der Nähe des Äqua-tors, beginnt die nasse Jahreszeit schon im April; zwischen Lat. 10 ° unddem Wendekreise dauert sie vom Anfange des Juni bis zu Anfang desNovembers; an der Sierra-Leone-Küste indessen tritt sie im Mi einund Hort schon im September auf, so auch im Innern von Afrika, '»Bornu; im Lande der Mandingo's, das unter einem etwas nördlich""Parallelkreis als Bornu liegt, beginnt sie um die Mitte des Juni,