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herrschen vom Februar bis zur Mitte Mai oft östliche Winde, währendder übrigen Monate aber haben die westlichen Winde durchaus dasÜbergewicht.
Aus den mühsamen, in ihren Resultaten so ergiebigen Berechnungenvon Kämst ergeben sich für einen großen Theil der gemäßigten Zone aufder nördlichen Hemisphäre folgende Werthe für die mittlere Richtung derim Laufe eines Jahres wehenden Winde, welche, namentlich für das west-liche Eüropa, als ein Resultat des zurückströmenden, auf dem AtlantischenOcean, nördlich vom Äquator herrschenden N.O. Passats, des obern Pas-sats , dessen bereits gedacht wurde, zu betrachten ist: —
In England.S. 66° W
— Frankreich und Holland .... S. 88 W
— Deütschland..S. 76 W
— Dänemark.S. 62 W
— Schweden.S. 77 W
— dem östlichen Europa.N. 87 W
— dem nördlichen Theil der Vereinigten
Staaten von Nordamerika . . S. 86 W.
Betrachtet man das Verhalten der Winde zu den Hydrometeoren, sozeigen Kämtz's gehaltreiche Untersuchungen, daß in Mittel-Eüropa derS.W. es ist, bei dem es am haüfigsten regnet. Nennt man die Zahlsämmtlicher Niederschlüge 100, so wird die Zahl der Regen bei S.W. inLa Röchelte 47, München 46, Mannheim 23, Würzburg 25, Prag 25,Berlin 33, Kopenhagen 29/.Moskau 23. Schnee erfolgt am meisten beiöstlichen Winden.
An der Nordwestküste von Amerika, von der Behrings-Straße biszum Parallel von Lat. 5° N., vermuthet A. von Humboldt eine ArtMonsune aus N. und S., dergestalt, daß vom Monat Mai bis zumOktober Winde aus S.S.W. und S.O., und vom November bis zumApril N. und NO. Winde herrschen; auch Horsburgh gedenkt dieser Pe-riodicität; allein Krusenstern glaubt, nach Vergleichung zahlreicher Schiffs-Journale schließen zu dürfen, daß diese Regelmäßigkeit nicht Statt finde.
In der südlichen Hemisphäre, außerhalb der Zone des S.O. Passats,sind während der Sommermonate, wenn die Sonne in der Nähe desWendekreises des Steinbocks ist, die Winde zuweilen sehr veränderlich;doch waltet die W. und N.W. Richtung entschieden vor. Im Winterwehen sie meistens aus W.S.W. und W., bisweilen aber auch aus S.und S.O. Westwinde haben das Übergewicht in den Gegenden des Vor-