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Noth entging er in diesem furchtbaren Wetter dem Untergang. Am 26.April war das Schiff wieder bis auf Long. 68" 39' W. zurückgeschleüdert;Kap Hoorn lag gegen N.W. '/- W. per Kompaß, 18'/- naut. Meilenentfernt. „Bei diesen anhaltenden Stürmen und Strapatzen der Mann-schaft, — heißt es im Journal des Kapitäns am 2«., — hielt selbige beimir an, doch wo möglich einen Nothhafen zu suchen, indem sonst, wennwir noch länger anhielten, sie nicht mehr arbeiten konnte. Überdem fandes sich auch zum Unglück, daß die im Raum versteüeten Wasserfässerdurch das harte Stampfen, Arbeiten und Wracken des Schiffs sich leckgewrackt hatten und bis auf vier Fässer ledig geworden waren. Da dieLeckage des Schiffs auch bedeütend zunahm, so fand ich mich, in Über-einstimmung der beiden Steüerleute, verpflichtet, dem Gesuch der Matrosenin Betracht ihrer Kränklichkeit und im Fall, daß ein Gegeuschlag dieReise verlängerte, auch Mangel an Wasser entstehen würde, zu willfah-ren und einen der ersten besten Häfen einzusegeln. Wir hielten also um6^ Abends ab, um nach Möglichkeit einen Hafen der Falklands-Jnselnzu erreichen und dort unsern Schäden und Mängeln abzuhelfen." — Vonder ganzen Besatzung waren nur noch vier Mann dienstfähig; alle übri-gen lagen vor Erschöpfung krank; auch der Uutersteüermann, der imLauf dieser furchtbaren Fahrt noch keinen gesunden Tag gehabt hatte.Am 28. April befand sich der Christian 16'/- nautische Meilen W.z. S.vom Kap Percival der Falklands-Jnseln, aber das noch immer anhaltendestürmische Wetter gestattete es nicht, in einen dortigen Hafen einzulaufen,so daß Kapt. Nieck sich genöthigt sah, am 2. Mai den Kurs nach demNio de la Plata zu setzen, weil dieser der nächste Nothhasen war.
Gelang es auch bei der zweiten Fahrt des Christian, im Juni undJuli 1827 das Kap Hovjn zu umschiffen, so hatte seine Mannschaft dochauf dieser mit den größten Beschwerden und Mühseligkeiten zu kämpfen.Am 3V. Juni wehte ein Orkan aus W.N.W. mit voller Kraft bei theilsdicker, theils durchbrochener Luft. Schrecklich hohe Seen brachen zuwiederholten Malen über Deck, und,das Schiff wrackte und schleüderteso, daß es beinahe stille stand und unter den Wellen lag und in fort-währender, starker Erschütterung sich befand. Es litt sehr, nicht minderdie Takellage. Am 6. Juli endlich, als sich der Christian in Lat. 58°10' S., Long. 81° 12' W. befand, ging der Wind aus W.N.W. nach O.über, war hier anfangs total still, wurde aber, indem er sich nach N.O.drehte, allmälig frischer und trieb das Schiff auf nordnordwestlichemKurse in die Südsee hinein.
Unter allen Reisen, welche Preüßische Seehandlungsschiffe um das
Berghaus, Bd. I. 24