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Erster Band.
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Beginnen wir bei Nachweisung dieser Unregelmäßigkeiten in den ark-tischen Winden mit den Phänomenen, welche plötzlich eintretende Stürmebegleiten. Die gewöhnlichsten Vorläufer derselben sind: Todtstille, selt-sam veränderliche Winde mit heftigen Böen, eine eigenthümliche Unruhein den Meereswogen; dazu dicker Schnee, der sich oft von Flocken inskleinste Korn verwandelt und in so großer Menge fällt, daß eine außer-ordentliche Düsterheit in der Atmosphäre verbreitet wird. Hat der Schneeaufgehört, so folgt ihm der Sturm oft auf dem Fuß, während ein Glanzam Horizont, der dem Eisblink gleicht, seine Richtung andeütet und einGeraüsch in den obern Regionen der Atmosphäre seine unmittelbare An-näherung verkündet. Barometer und Thermometer sind in diesem ver-änderlichen, stürmischen Klima vom größten Werthe.

Am Abend des 5. April I8II, erzählt Scoresby, als wir uns inLat. 7V" 49' N., Long. 4° 55' O. Paris befanden, blies eine frischeKühlte aus N., und das Barometer, welches fünf und dreißig Stundenlang sich nicht verändert hatte, stand oft auf 336'",^. Am Mittag desfolgenden Tages hatten wir einen mäßigen N.W., der Abends zu einerfrischen Kühlte wurde, die außerordentlich veränderlich und böig und voneinem dicken Gestöber Flockenschnees begleitet war. Um 9^ Vm. standdas Thermometer auf —12",2, Nachmittags um 4^ war es aus —8",,,und um 6^ auf —2°,7 gestiegen. Dieses merkwürdige Erheben der Tem-peratur von 9",z innerhalb neün Stunden kündigte einen südlichen oderöstlichen Wind an, und es ließ sich ein schwerer Sturm erwarten, weildas Barometer auf 332'",,; gefallen war. In den kurzen Intervallenzwischen dem Schneegestöber, während deren der Himmel sichtbar wurde,war der Anblick desselben schrecklich. Ein Mal zeigte sich der eisblink-artige Glanz am Horizont von N.N.O. bis O.S.O. Er rührte, wie ichmich später vollkommen überzeügte, weder vom Eise her, noch von denWirkungen der Sonnenstrahlen, denn das leüchtende Gestirn stand inder westlichen Himmelsgegend. Plötzlich sprang der Wind aus N.N.W.nach O.S.O., und der Schnee ließ nach, aber nun brach der Sturm miteiner Gewalt und Wuth aus, daß die aüßersten Anstrengungen der gan-zen Mannschaft kaum hinreichten, die Segel des Schiffs vor dem Zer-reißen zu schützen. Drei Tage dauerte dieser Sturm, während dessen dasBarometer seinen Stand nicht veränderte; am zweiten Tage wurde dasSchiff von den schwersten Seen überschüttet, die selbst eine achtzehnpfün-dige Karronade losrissen und fvrtschleüderten.

Veränderliche und lokale oder partielle Winde sind, wie wir gesehenhaben, in allen temperirten und in einigender warmen Klimate gewöhnlich;