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doch bei weitem nicht in dem Grade, wie in der kalten Zone. Hierzwischen den Eismassen sind die Winde durchweg unbeständig in ihrerRichtung und von heftigen Stößen oder Böen begleitet, vornämlich beisehr kaltem Wetter und gegen das Ende eines Sturms. Diese Veränder-lichkeit ist ein Effekt der ungleichen Temperatur des Eises und des Wassers;besonders auffallend dabei ist, daß verschiedene und selbst entgegengesetzteWinde, oft mit der Kraft einer frischen Kühlte, innerhalb des Horizontsin demselben Moment vorzukommen pflegen. Die Lage, in welcher sichdieses ereignet, scheint der Punkt zu sein, auf welchem in Conflikt gera-thende Winde um das Übergewicht kämpfen; und da in einigen Fällenihre Stärke sich das Gleichgewicht hält, so haben die Winde, welchegleichzeitig aus N. und S., oder aus W. und O. wehen, an dem Ortdes Zusammenstoßes ihre Kräfte ganz zerstört. Und so entsteht Wind-stille, bei der die Wolken jeden Augenblick ihre Form verändern undSchneegestöber in der Entfernung ziehen.
Doch lassen sich die Winde der arktischen Regionen auch auf allge-meine Verhältnisse zurückführen. Scoresby giebt über dieselben folgendeNachweisung: Im Frühling sind N., N.O. und O.Winde haüfig, mitschweren Stürmen aus diesen und andern Weltgegenden. Die Stürmeaus N.O., O. und S.O? sind durchweg die heftigsten. Ereignen sie sichim März und April, so dauern sie oft ohne Unterbrechung zwei oder dreiTage lang und lassen gewöhnlich erst dann nach, wenn der Wind nachN. und N.W. springt. Südost-Stürme laufen im Frühjahre, bevor sieaufhören, nach O., N.O., N. und N.W.; Stürme dagegen, welche imS.W. oder S. anfangen, drehen sich in der entgegengesetzten Richtungnach N.W. und fahren bisweilen in ihrem Lauf am Horizont fort, bissie ihre Kraft im N. oder N.O. erschöpfen. Ein westlicher Sturm istselten von langer Dauer; wehet er heftig, so drehet er sich gewöhnlichnach N. oder N.O.; und auf einen sehr schweren südlichen oder östlichenSturm folgt haüfig nach wenigen Tagen ein anderer aus der entgegenge-setzten Weltgegend. Je weiter man im Mai vorrückt, desto seltener wer-den die Stürme, desto besser wird das Wetter; N.W.Winde wehendann haüfiger. Im Juni sind N. und N.W., S. und S.W. die gewöhn-lichsten, und im Juli S. und S.W. die herrschenden Winde. In dieserJahreszeit treten auch Windstillen und schwache Winde haüfig ein unddauern zuweilen Tage lang. Unter den höher» nördlichen Parallelenindessen ereignen sich im Juli sehr schwere Stürme aus Süden und wüthendreißig bis vierzig Stunden hintereinander. Stürme dieser Art sind inder Gegend um Hakluyt's Headland, Nordwestküste von Spitzbergen, Lat.