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giebt seinem Wasser einen Zuwachs von Eigenschwere, welcher es geschicktmacht, größere Lasten zu tragen undr das Schwimmen erleichtert, einUmstand, welcher sehr bemerkbar und einflußreich für die Verhältnisseder Schifffahrt ist. Es wird mithin unstreitig von großem Interesse seinzu wissen, welcher Natur die in dem Wasser enthaltenen Salze sind, wiestark dieser Gehalt an fremdartigen Beimischungen sei, nach welchen Ver-hältnissen er sich über die Meere der verschiedenen Erdgegenden vertheile,und ob er auf der Oberfläche größer oder kleiner als in der Tiefe sei.
Schon ältere Naturforscher haben sich mit diesem Gegenstände be-schäftigt, und wir finden zuerst bei Bergmann den Versuch einer größer»Zusammenstellung; Jrving, welcher Lord Mulgrave auf seiner Reise nachdem Nordpole begleitete, Watson, Stairn, Bladh u. a. waren daraufsehr merksam. Besonders reich aber an solchen mit Sinn und Kritikvorgenommenen Vergleichungen ist die neueste Zeit gewesen; auf Krusen-fternö Reise hat Hörner eine große Reihe von Versuchen angestellt, ebenso haben die verschiedenen Nordpol-Expeditionen, die Scoresbyschen Grön-landsfahrten, die Reise von John Davy nach Ceylon, die KotzebuescheReise, und die zweite Reise der Prinzeß Louise um die Welt zur Ver-mehrung unserer Kenntnisse über diesen Gegenstand beigetragen; auf derReise des Russen machte Lenz, und auf der Fahrt des Preußischen SchiffsDr. Meyen die hierauf bezüglichen Beobachtungen. Aber die vollendetstealler Arbeiten verdanken wir dem Dr. Marcet, welcher mit PennantöHülfe nahe an siebenzig Proben der Wässer aller Meere aus verschiedenenTiefen untersuchte. Er hatte Wägungen und Analysen gleichzeitig ver-bunden, während Hörner, Davy rc. nur Wägungen angestellt hatten,welche indeß zur Vergleichung der relativen Salzmengen vollkommen hin-reichen. Folgendes sind die wesentlichsten Resultate dieser wichtigen Ar-beiten: —
Die mittlere Eigen- (spezifische) Schwere des Meerwassers verhält stehzu der des destillirten Regenwassers wie I,»-,? zu 1 ,°<>o°; sie scheint inallen Theilen des Meeres, mit Ausnahme lokaler Unregelmäßigkeiten,überall dieselbe zu sein und daher die Wasserhülle der Erde mit ihrer !
Lufthülle das gemein zu haben, daß in ihr ein konstantes Mischungsver- ^
hältniß Statt findet; die allgemeinste Abweichung, welche Marcet fand,schien zu beweisen, daß das Wasser der südlichen Halbkugel etwas salzi- ^ger als das der nördlichen sei; in dem Verhältniß von 1,02g, zu 1,02757-Es ist indeß möglich, daß dieser Unterschied nur scheinbar sei, denn dieWasserproben aus den nördlichen Meeren rühren großen Theils aus sehrhohen Breiten her und können vom Eiswasser diluirt worden sein. Gay-