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Erster Band.
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Marseille, fand Bouillon durch genaue Analyse 4 ,„ Procent; was alsoim Vergleich zum Ocean gegen Hrn. von Hoffs Ansicht spricht.

Schwieriger als die Menge der salzigen Bestandtheile ist ihre Zu-sammensetzung zu bestimmen. Kochsalz ist der vorwaltende Bestandtheil;seine Menge beträgt nach Vogels und Bouillons Analysen 2,5, nachMurray 2,2 Procent, die Ostsee dagegen enthält nur ungefähr ^/z Procent.Es ist daher das Meerwasser eine sehr schwache Salzsoole und kann nurin heißen Gegenden als solche angewandt werden. Nächst dem Kochsalzscheint die salzsanre Magnesia, mit Procent, den häufigsten Bestand-theil zu bilden, und ihrer Anwesenheit ist der bittere Geschmack desWassers und die leichte Zerfließlichkeit des daraus gewonnenen Salzeszuzuschreiben. Murray sieht außerdem noch salzsauren Kalk und schwefel-saures Natron als wesentlichen Bestandtheil des Seewassers an; abernach Marcet ist es noch zweifelhaft, ob die Schwefelsaüre sich nicht anden Kalk binde und mit ihm Gyps bilde, so daß der Überschuß an Salz-säure dem Natron zu Gute kommen würde. Außerdem hat man imMeerwasser fast überall freie Kohlensaüre gefunden, und einige Chemikerlegen ihm noch etwas kohlensauern Kalk und kohlensauere Bittererde bei.Wollaston hat zugleich in altem Meerwasser etwas schwefelsaures undfreies Kali gefunden.

Zu diesen mineralischen Bestandtheilen gesellt sich eine schleimige,übelriechende Substanz, welche den ekelhaften, Brechen erregenden Ge-schmack des Seewassers veranlaßt, und wahrscheinlich von der zahllosenMenge in Faülniß übergegangener thierischer und vegetabilischer Körperherrühret, welche im Meere lebend gefunden werden. Einige Gegendenscheinen durch einen Gehalt dieser Art besonders ausgezeichnet zu sein;so namentlich das gelbe Meer, dessen Wasser, welches Marcet vom Kapt.Basil Hall erhielt, reichlich Schwefelwasserstoffgas aushauchte (spez.Schwere vermuthlich hat es von dieser Verunreinigung die trüb-

gelbe Farbe, der es seinen Namen verdankt. Überhaupt ist noch hinzu-zufügen, daß das Meerwasser, wenn es eine Zeit lang ruhig gestanden hat,sehr schnell in Faülniß übergeht und aüßerst widerliche Gerüche aushaucht,welche in allen Strandgegenden wohl bekannt sind und fürchterliche Mias-men herbeiführen können. Deshalb sind die Küsten von Cumana, VeraCruz u. a., aus denen das heiße Klima die Faülniß befördert, fast unbe-wohnbar, und oft haben Seefahrer bei langen Windstillen das Meer sostinkend und faul gefunden, daß sie sehr ernsthaft davon belästigt wurden.

Die Gestalt der Meereö-Oberfläche ist, wie sich aus den Gesetzen desGleichgewichts ergiebt, eine wenig modificirte Kugelgestalt; sie muß eine