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Wassers überall sehr merkbar sei und das Meer, unter übrigens gleichenUmständen, sowol in der Tiefe als an der Oberfläche, bei größerer Ent-fernung vom Lande am salzigsten sei. So fand Hörner das Wasser derOstsee nur 1,^7 wiegend; ähnlich leichter fand er das Wasser des Ochoz-kischen Meeres und des Chinesischen Meeres, was Meyen von diesemMeere sowol als von der Nordsee bestätigt. Auch vom Schwarzen Meereist es bekannt, daß es einen weit schwächen! Salzgeschmack besitzt, alsder offene Ocean. Es ist oben erwähnt worden, daß am Eingänge desSchwarzen Meeres ein Unterschied zwischen den Wassern der Oberflächeund der Tiefe Statt finde. Zur Erklärung dieser Differenz hat maneinen untern Strom angenommen, der aus dem Mittelländischen Meereeintritt, während der Oberflächenstrom das süßere Wasser des SchwarzenMeeres in jenes abführt. DaS Mittel-Meer scheint eine Ausnahme vonder gewöhnlichen Regel der geringern Salzigkeit der Binnenmeere zumachen. Man erklärt dies durch die Thatsache, daß ein ziemlich starkerStrom durch die Straße von Gibraltar beständig aus dem AtlantischenOcean einströmt, um das Wasser zu ersetzen, welches durch Evapvrationentweicht und sein Salz zurückläßt, und folgert, daß, wenn kein Ausflußdurch eine untere Gegenströmung Statt finde, das Mittelländische Meerallmälig mit Salz gesättigt werden müsse. Allein Hr. von Hoff hatneuerlich zu zeigen gesucht, daß der Unterschied der specifischen SchweredeS Wassers in beiden Meeren noch gar nicht genügend dargethan sei,wenigstens nicht in dem Grade, daß sich daraus eine so große Erscheinung,wie der angebliche untere Gegenstrom, erweisen ließe; eben so zieht erdie Existenz eines submarinen Gegenstroms nach dem Schwarzen Meerein Zweifel.
Was die Menge der Bestandtheile, die im Meerwasser aufgelöst ge-sunden werden, betrifft, so fand Bergmann in dem Wasser, welchesSparrmann in der Nähe der Canarischen Inseln geschöpft hatte, 3,§ Pro-cent feste Bestandtheile. Gay-Lussac giebt den mittlern Salzgehalt derMeere auf 3'/- Procent an; Vogel, Bouillon u. a. fanden im Atlanti-schen Oceane 3,« bis 3„ Procent; ähnliches Jrving im Wasser aus Lat.60° bis 86° N. und 66 Faden Tiefe. Es erweist sich also hierdurch dieRichtigkeit der aus den Wägnngen gezogenen Resultate von der nahegleichförmigen Vertheilung des Salzgehaltes durch den Ocean. Pfaff undLink analysirten Oftseewasser und fanden nur l,,z Procent feste Bestandtheiledarin, also nur etwa ein Drittheil so viel Salzgehalt als in den Wassernder Oceane. Im Mittelländischen Meere, und zwar in der Gegend von