Band 
Erster Band.
Seite
445
JPEG-Download
 

445

Im August 1822. Im März 1825.

Zwischen Gibraltar und Tarif« . . 1 , 4 s. 1 ,-. g. Meit.

Tarif« und Trafalgar . . 0 „z. 0 , 5 . —

und die Richtung des Stromes war gegen Osten etwas nach Süden ab-gelenkt, indeß der Wind beide Male aus Osten wehte. Die Übereinstim-mung zwischen beiden Resultaten scheint anzudeuten, daß eine gewisseRegelmäßigkeit in der Ursache vorhanden ist, welche die oceanischen Was-ser unaufhörlich in das Becken des Mittelmeeres treibt. Zu diesen fak-tisch erwiesenen Erscheinungen hat sich seit alter Zeit die oft wiederholteSage gesellt, daß dem Oststrom auf der Oberfläche, entgegen, in der Tiefeder Meerenge ein ausgehender Strom nach Westen laufe; allein Hr. vonHoff, der gelehrte Geschichtschreiber der natürlichen Veränderungen derErdoberfläche, hat, wie bereits oben erwähnt wurde, es sehr wahrscheinlichgemacht, daß diese untere Gegenströmung nicht Statt finden, und dasMittelländische Meer von seiner Wasserfülle entweder nur sehr wenig(vermittelst der beiden Küstenströmungen) oder eigentlich Nichts an denOcean zurückgeben könne, ein Verhältniß, welches, so großes Interesse eseinflößt, auch zugleich einzig in seiner Art ist.

Auf der andern Seite des Atlantischen Oceans bietet das großePhänomen des Golfstromes die (wie sich weiter unten bei der Darstellungder Meeresströme ergeben wird) begründete Vermuthung dar, daß derSpiegel des Sambischen Meeres und des Mexikanischen Golfs sich überdas allgemeine Niveau des Oceans erhebt. Die Wassermassen des letz-ter» werden unter dem Impuls des Nordost-Passats, der in der Näheder Kleinen Antillen ein östlicher geworden ist, durch die Kanäle zwischendiesen Inseln in das Caribische Meer gedrückt und haüfen die Wasser-menge des letzter», und somit auch des Golfs auf eine Weise, daß, nachPoussin, die Oberfläche des Mexikanischen Meerbusens an der Mündungdes Suwanie-Flusses um 3,,; Fuß höher ist als die Oberfläche des Atlan-tischen Oceans bei der Mündung des St. John River. Diese Differenzscheint aber bei mittler!» Wasserstande weit größer und sehr groß sein zumüssen, damit der Golfstrom, der hier seine Quelle hat, bis zur Fucus-Bank von Corvo wirken könne. A. von Humboldt glaubt, aus Baro-meter-Beobachtungen in Cumana, Carthagena und Vera-Cruz, verglichenmit denen in Acapulco und dem Calla», den Schluß ziehen zu dürfen,daß die Meeresfläche an jenen Orten um 9 Fuß höher sei als an diesen.

Außer den Binnenmeeren ist aber auch der offer.e Ocean entwederkonstanten oder periodischen Niveau-Verschiedenheiten unterworfen. In