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Beziehung auf die zweite Gattung berichtet Rennell nach den Erfahrun-gen des Kapt. Lawson, daß an der Küste von Guinea, zur Regenzeit inden Monaten April bis September, wenn heftige S.W. und S. Winde,Monsune dieser Küste, wehen, das Meer einen 0 Fuß höher» Stand habe,als während der schönen Witterung in der entgegengesetzten Jahreszeit.Nicht minder ist es durch die genauen Abwägungen von Lloyd festgestelltworden, daß, trotz der Wasseranhaüfung im Caribischen Meere, sein Ni-veau unter gewissen Umständen doch noch niedriger ist, als die Oberflächedes Großen Oceans. Die Pegelmarke der höchsten Fluth bei Panamaist 13,55 engl. Fuß höher als die des Caribischen Meeres bei Chagres.Das Mittel zwischen dem hohen und niedern Wasserstande beträgt beiPanama 10,und bei Chagres 0,z» Fuß. Nimmt man diesen Werth,um das gewöhnliche Niveau eines jeden der beiden Meere zu bestimme»,so ergiebt sich, daß der Stille Ocean bei Panama um 3 ,52 Fuß höhersteht als das Caribische Meer bei Chagres. Beim Hochwasser, welches zubeiden Seiten des Isthmus säst zu gleicher Zeit erfolgt, ist der GroßeOcean um 13 , 5 , Fuß höher, und zur Zeit der Ebbe um 6,55 Fuß niedri-ger als sein nördlicher Nachbar.
Eine Verschiedenheit im Wasserpaß scheint Nennell sogar auch imoffenen Meere wahrnehmen zu wollen, namentlich im NvrdatlantischenOcean, gegen dessen Mitte fast alle Strömungen dieses Meeres sich ver-laufen; diese Erscheinung führt ihn auf die Annahme einer Depressionim Niveau, deren Lage mit der großen Fucus-Bank von Corvo korre-spondirt, welche nach seinem Ausdruck „eine Art hohlen Raumes," oderbesser eine deprimirte Oberfläche bildet, wo die Strömungen unregelmäßigsind und in gewisser Beziehung einen Wirbel andersten. Allein diesesVerlaufen und Wirbeln der Strömungen ist wol weiter nichts als dienatürliche Folge ihrer Ankunft in dem Seetange, von dem sie aufgehalten ,werden, da sie die Kraft zur Fortsetzung ihres Weges verloren haben.
Jene konstanten Niveau-Verschiedenheiten einzelner Theile des Mee-res sind indeß keineswegs die einzigen Ungleichheiten, welche in seinemStaude bemerkt werden; wir kennen an ihm einen Wechsel des Niveauviel allgemeinerer Art und von viel großartigerem Interesse, der einenwesentlichen Antheil an den Lebenserscheinungen der großen Wassermassenimmt und einem gleichförmig auf der ganzen Erde einwirkenden allge-meinen Gesetze folgt, in den Erscheinungen der Gezeiten oder der Ebbeund Fluth.
Die Wirkungen dieses merkwürdigen Phänomens, welches man wolnicht mit Unrecht mit den Athemzügen thierischer Lungen, oder mit den