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Erster Band.
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weil sie von den Deklinationen der Sonne nnd des Mondes fast nnab-hangig sind. Die Mittelzahl von 384 dieser Beobachtungen hat den Un-terschied zwischen dem Hoch- und Niedrigwafser Meters gegeben.Die Totalflnth beträgt demnach für Brest, so wie für einige andere Häfender französischen Küste:

Brest . . .

> 3,21'

Lorieut . .

> 2,2»

Cverbourg .

. . . .

- 2,70

Granville

. 6,zz

Saint-Melo. 5 ,ss">

Audierne.2,«»

Crvisik.

Dieppe.2,87

Die Richtung und Stärke der Lnftströme kann auf den periodischenWechsel der Gezeiten eine sehr mächtige Wirkung üben und ausgezeichneteAnomalien hervorbringen. Wenn an der deütschen Küste W. und N.W.Winde wehen, so wird dadurch das Fluthwasser am Strande zurückgehalten,und die Ebbe kann nicht eintreten, ja die Fluth dauert so lange mit ihremAbfluß, bis die Eirbe vorüber ist, und nun beginnt eine neü eintretendeFluth, die Höhe der vorigen fast um das Doppelte zu steigern. Dies sinddie fürchterlichen Sturmfluthen, welche man an der deütschen Nordseeküsteschon 18, 20, ja 24 Fuß über den mittlern Wasserstand hat steigen sehen,indem sie die größten Verheerungen anrichteten; während im entgegen-gesetzten Falle, wenn östliche (S.O.) Winde wehen, die Fluth fast ganzausbleiben kann und die Ebbe 3 bis 4 Fuß und mehr unter ihr gewöhn-liches Niveau sinkt.

Wenn Fluthwasser zwischen enge Kanäle, durch Inseln u. s. w. ge-trieben wird, durch welche es nicht so leicht wieder abfließen kann, sobaldes seinem freien Fall überlassen ist, so werden die Erscheinungen desselbenhöchst unregelmäßig, und es staut zu einer außerordentlichen Höhe auf.Zu diesen Fällen gehören insbesondere auch die Beispiele, welche weiteroben von der Fundy-Bai, dem Bombay-Hafen rc. angeführt wurden; wirsehen dies Verhältniß ebenfalls an eüropäischen Küsten, vornehmlich anden zerrissenen Uferstrecken, welche den Englischen Kanal begränzen. Hierfindet der eigenthümliche Fall Statt, daß die Fluth zu beiden Enden vomAtlantischen Ocean und aus der Nordsee gleichzeitig in die Meerengetritt, wodurch ihr Niveau an beiden Küsten außerordentlich erhöht wird.Am Süd-Forelaud der englischen Küste beträgt die Fluthhöhe bei Spring-zeit 17 bis 21, jenseits an. der französischen Küste bei Calais 18 Fuß.Besonders übt dieser Einfluß mächtige Wirkung auf die Küste der Bre-tagne aus, wo z. B. bei St. Malo, zwischen der Insel und dem Fest-lande, der Fluthstrom in den Syzygien sich bis 50 Fuß und darüber er-hebt, während er in den Quadraturen nur 15 Fuß steigt. Dieser Eigen-