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Erster Band.
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Die Erklärung dieser interessanten Erscheinungen ist bis jetzt nochnicht ganz befriedigend ausgefallen: A. von Humboldt glaubt, daß dietiefern kalten Schichten des Meeres längs der Ränder der Sandbänkein die Höhe getrieben werden. Hnmphrey Davy, John's Bruder, hateine verwickeltere Erklärung versucht; er meint, daß auf flachen Stellendes Meeres die in der Nacht erkälteten obern Wasserschichten nicht tiefgenug sinken können, und daß dadurch eine kühlere Mischung entstehe.Williams glaubt, bemerkt zu haben, daß diese Abkühlung in denjenigenMeertheilen, welche zwischen Vorgebirgen in Buchten liegen, und an denMündungen größerer Flüsse nicht vorkommen.

„Diese Erkältung der Oberfläche des Meeres auf Untiefen ist nichtallgemein. Ich habe, — bemerkt Hr. von Humboldt, — an einem an-dern Orte zu zeigen gesucht, wie Strömungen und andere noch nicht ge-hörig erforschte Ursachen auf das Nichtßnken der Temperatur einwirken.„Eine plötzliche Abnahme der Wärme des Oceans ist immer der ernste-ren Beachtung der Piloten werth; sie kündigt ihnen eine Veränderung„in der Strömung, oder die Nähe einer Untiefe an: aber so wie es Un-tiefen giebt, auf denen das Wasser nicht milchig ist, und die sich durch„keine Farben - Verschiedenheit auszeichnen, so giebt es welche, die auf„keine bemerkbare Weise die Temperatur des Wassers vermindern."Meine Erfahrungen im Atlantischen Ocean und in der Südsee stimmenin diesem Punkte mit denen überein, welche Hr. Sabine an den Küstenvon Maranhao und ein neüerer vortrefflicher Beobachter, Pros. Meyen,bei den Sandwich-Inseln, Ascension und in der Chinesischen See sam-melten. Auf Seereisen im hohen Norden hat man »elterlichst einen sehrwichtigen Vortheil durch Anwendung des Thermometers aufgefunden.„Ehe man noch," heißt es bei Rennell, „die Eismassen von der Spitze des„höchsten Mastes entdecken konnte, wurde die Nähe der Gefahr durch„schnelle Verminderung der Temperatur des Seewassers angezeigt." Hr.von Humboldt beobachtete dieses Phänomen auch in dem Magdalenen-strome, so daß er durch Beobachtung der Wärme des Stromwassersmehrere Stunden das Steigen des Flusses (durch Schneeschmelze und kalteRegengüsse verursacht) vorhersagen konnte. Bei andern Flüssen, die eben-falls in hohen Gebirgsgegenden entspringen, findet die hier erwähnteBeobachtung, auch in der gemäßigten Zone, zu gewissen JahreszeitenAnwendung." — (A. von Humboldt's Msc.)

Wenden wir uns zur Betrachtung der Wasserwärme der Oceane, sonimmt das Atlantische Meer zunächst unsere Aufmerksamkeit in Anspruch.