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großen Menge von Thieren und Pflanzen, welche gewöhnlich in denflacheren Küstengegenden häufiger zu leben pflegen, ein Antheil an dieserhöheren Temperatur gebühre; er fand, als sich ihm einst an der Küstevon Neüholland die günstige Gelegenheit darbot, Joophyten aus demGrunde des Meeres zu fischen, daß diese Thiere eine mehr als 3° höhereTemperatur als die Atmosphäre und die See an der Oberfläche halten,welche nur von ihrer eigenthümlichen Lebensthätigkeit herrühren konnte.Daß die Fische, wenn gleich sie gewöhnlich für Thiere kalten Blutes ge-halten werden, dennoch eine höhere Temperatur als die Mittel-Temperaturdes Wassers besitzen, ist schon durch Bnniva's und Anderer Versuche er-wiesen, und neüerlich hat es erst John Davy wieder bestätigt. Alle dieseOrganismen zersetzen Sauerstoff, und dadurch muß eine gewisse Wärme-Menge frei werden. Die Versuche, welche Marsigli und Saussure anden Küsten von Frankreich, Castberg in der Gegend von Neapel undDonati im Adriatischen Meere angestellt haben, stehen vollkommen mitPeron's Wahrnehmungen im Einklänge, nicht minder auch diejenigen vonHellant an der Küste von Schweden.
Nichts desto weniger fehlt es nicht an Beobachtungen Anderer, welchedas Gegentheil nachweisen und welche ganz denselben Karakter der all-gemeinen Anwendbarkeit und das Gepräge der Zuverlässigkeit an sichtrage». Kurz vor 1775 machte Jonathan Williams die Entdeckung, daßnicht nur in der Nähe des Festlandes, sondern auch um Untiefen, Bänkeu. d. und auf denselben die Temperatur des Wassers auffallend abnimmt,und zwar so, daß diese Abnahme sich schon lange vorher einstellt, eheeine Gefahr für die Schifffahrt zu befürchten ist. A. von Humboldt hatteauf seiner Reise nach Cumana mehrfach Gelegenheit sich von der Richtig-keit dieser Wahrnehmungen zu überzeügen: zwischen Coruna und Ferrvlsah er über der Oberfläche einer Untiefe das Thermometer auf 12 °,rsinken, während es vor- und nachher im tiefen Meere auf 15° und 15°,rstand. Ganz ähnlich sah er das Thermometer über der Sandbank sinken,welche die Inseln Tobago und Grauada verbindet. In noch umfassen-derem Grade hat neülich John Davy auf seiner Neise nach Ceylon dieseErfahrung wiederholt. Er zeigt, daß, als er sich der Kapstadt näherte,die Temperatur der Meeres-Oberfläche schon um mehr als 1° Cent.(2° F.) sank, bevor noch Land gesehen wurde; eben so geschah es, alser sich Ceylon näherte, daß die Temperatur des Wassers sich schon amAbend um 2° F. verminderte, während das Land erst am andern Morgenerblickt ward; umgekehrt sah er die Temperatur des Meeres zunehmen,als er vom Kap aussegelnd, das hohe Meer erreicht hatte.