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Latitudo.
Temperatur der
Differenz.
Zeit.
Bemerkungen.
See.
Luft.
80° N.
b°,g
6°,-
ch o°,->
Ende März und
In Braffa
Anfang April.
Sund.
85
5,o
6,6
ch r,6
Ende März.
In See.
70
4,»
— 1,1
ch L,s
Ende April.
In See.
75
3,5
ch 1,6
Mitte April.
Zwischen Eis.
80
— 1,2
ch 4,->
— 5,6
Anfang Juni.
Desgleichen.
Diese Wahrnehmungen, bis auf die letzte unter Lat. 80°, drückenziemlich die Jahrestemperatur aus, weil sie in Monaten gemacht wordensind, deren Temperatur, wahrscheinlich auch in diesen hohen Breiten, dasMedium der jährlichen Wärme angeben.
Gegen den Südpol hin ist Weddell, im Jahre 1823, am weitestenvorgedrungen; er erreichte Lat. 74° 15^ S. in Long. 36° 37^ W. Paris,leider aber hat er auf diesem Punkte das Thermometer nicht beobachtet.In Lat. 60° S. war die Temperatur: Wasser 0 °, 5 , Luft 3°,z im Januar,zwischen Eisinseln; in Lat. 65° fand er sie: Wasser 2°„ und Luft 1°„,ebenfalls zwischen Eisinseln, im Februar. Biscoe, dessen wir bereitsoben zu erwähnen Gelegenheit hatten, beobachtete die Wärme des Was-sers in Lat. 68° S., im Januar 1831, — l°„ oder 1°,§ wärmer alsdie Luft.
Wir kommen endlich zum zweiten Gesichtspunkte, aus dem die Tem-peratur des Meeres betrachtet werden kann, — zur Betrachtung derWärme in verschiedenen Tiefen. Dies ist ein Gegenstand von hoher wis-senschaftlicher Bedeütnng, der durch die Forschungen der neüesten Zeiteinen bebrütenden Grad von Klarheit erlangt hat. Man war in frühernZeiten, besonders durch Marsigli veranlaßt, der Meinung, daß der Oceansowol als das Festland in der Tiefe eine gleichmäßige Temperatur hätten,die man auf etwa 10° bis 12'// annahm; aber die neüern Beobachtungenhaben gezeigt, daß eine solche Gleichförmigkeit durchaus nicht Statt findet.Sie deüten mehr oder minder darauf hin, daß es mit der Temperatur desMeeres in größer« Tiefen sich gerade entgegengesetzt verhalte, als mit derTemperatur des Festlandes. Diese nimmt zu, die Wärme des Meeresdagegen scheint fortwährend geringer zu werden, je tiefer man eingedrun-