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Erster Band.
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kommende Bucht ganz, und das Meer ist offen in weiter Strecke aufwärtszur Davis-Straße.

Jenseits des südlichen Vorgebirges von Grönland setzt die Gränzeihren Lauf längs der Ostküfte in nordöstlicher Richtung fort, umgürtetbisweilen Island und haüfig die Insel Jan Mayen, bleibt aber meistensauf der nordwestlichen Seite derselben. Hier wendet sie sich mehr genWesten, um den Meridian von Greenwich gewöhnlich zwischen Lat. 71°und 73" zu durchschneiden. Hat die Linie den Meridian von 5° oder 6°O. von Grw., oder in einigen Fällen den von 8° oder 10° Ost erreicht,so bildet die Eismasse im Parallel von 73° oder 74° N. ein ausgezeich-netes Promontorium, von dem aus die Kante plötzlich nach Norden sichwendet und bald in Meridianrichtung bis Lat. 86° streicht, bald einentief eingeschnittenen Bogen bildet, der sich zwei oder drei Grad gegenNorden und dann südöstlich zur Bären-Jnsel erstreckt, von wo die Gränzein gerade östlicher, etwas gegen Süden abgelenkter Linie nach NowajaSemlja zieht. Hier trifft sie auf die Küsten der beiden Festländer.

Die zahlreichen Flüsse, sagt Wrangel, welche sich von der sibirischenKüste ins Eismeer ergießen, führen eine ungeheüre Menge Eis dahin,welches weder durch die Sonnenwärme, noch durch das Salzwasser desMeeres ganz geschmolzen werden kann, um so weniger, da das Schmelzenein bedeüteudes Quantum Wärme verschluckt, und die Temperatur desumgebenden Meeres herabseht. Es erhält daher die ganze Masse desNordpolar-Eises jährlich durch die Flüsse einigen Zuwachs. Es behauptenauch die Bewohner des Nordkaps (Lat. 69° N., Long. 178° O. Paris),daß in alten Zeiten die See im Sommer frei gewesen sei, daß sie jetztaber, ausgenommen im Jahre 1820, sich schon lange nicht mehr erinnernkönnten, ihr Meer frei von Eis gesehen zu haben.

Es ist ein überraschender Anblick, bemerkt derselbe Reisende, auf derunabsehbaren Eisfläche, in der Region des ewigen Frostes, und mittenim Winter, auf offenes Fahrwasser zu stoßen, das, einem Landsee ähnlich,vom Eise wie von einem Kontinente eingeschlossen ist, in welchem dieWellen bald sich nur sanft kraüseln, bald mit Sturmes-Gewalt sich be-wegen und wie Berge sich erheben. Solche Stellen triffr man haüsignördlich von Sibirien an, und sie heißen in der Landessprache Polinjen.Die neüern Entdeckungen im Norden von Amerika lassen vermuthen, das;auch in dem dortigen Eismeere zwischen den Nord-Georgischen Inseln,insbesondere der Melville-Insel und dem Gestade des Festlandes, einePvlinje vorhanden sei, welche es möglich machen werde, in eineiza günsti-gen Jahre, wenn die Bassins-Bai und die Barrow-Straße frühzeitig