Band 
Erster Band.
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W., und im Herbste von W. nach O.; dieses bezeugen, heisst es beiWränget, die Reisen von Schelanroff, Ljakoff und Kapt. Billings; unddie Tschnktschen, welche die Meeresküste vom Vorgebirge Schelagskai biszur Insel Koljutschin bewohnen, erzählen, daß im Sommer das Eis sehrrasch nach W. getrieben wird und daß im Herbste ein entgegengesetzterStrom sichtbar sei. Kapt. Cook fand gleichfalls eine schwache Strömungnach W. im Norden der Behringsstraße. Hederftröm und Wränget sahenin den offenen Stellen des Meeres im Frühjahre die Strömungen nachS.O. ziehen, und letzterer glaubt es den frischen N.W.Winden, welchediese offenen Stellen bilden, zuschreiben zu können.

Die Hauptströmung im Norden der Behringsstraße scheint indessennach Osten gerichtet zu sein; dies beweisen die Beobachtungen von Cookund mehreren seiner Nachfolger. Kotzebue fand in der Straße eine nachN.O. laufende Strömung, welche mit einer so großen Geschwindigkeitfloß, daß sie 2^2"° in der Stunde zurücklegte; und Wassiljeff fürchtetevom Eiskap nicht zurückkehren zu können, weil die östliche Strömung sostark war. Auch Kapt. Beechey fand dieselbe Strömung, obwol nicht soentschieden als Kotzebue und Wassiljeff. Alle die wackern Männer, welcheseit den letzten zwanzig Jahren von England aus die Nordpolar-Regionenerforschten, fanden an der nördlichen Küste des Festlandes von Amerikadieselbe Ostströmung, von der man fast bis zur Gewißheit vermuthet,daß sie durch Hecla- und Furystraße in den Atlantischen Ocean gelangt.

Von Nowaja Semlja ziehet, nach Scoresby, eine Strömung gegenWesten nach Spitzbergen, wo ein Zweig um Point Look-out längs deswestlichen Gestades nach Norden geht, bis sich derselbe mit einem andernZweige vereinigt, welcher aus der Nordseite des Archipelagus fließt. Istdie Vereinigung erfolgt, so fließt die Strömung etwas westwärts aufdie Küste von Grönland zu, von der sie gegen Süden abgelenkt wird,um nun regelmäßig nach S.W. zu fließen, was in der Nähe des Grön-ländischen Gestades mit einer größer» Geschwindigkeit geschieht, als esin der Nachbarschaft von Spitzbergen der Fall ist. Die Strömung gehtzwischen Grönland und Island durch bis zum Kap Farewell. Hier sollsie nach Fabricius Meinung nach Norden sich wenden, bis sie, bevor siedie Insel Disco erreicht, aus eine andere.Strömung stößt, welche in derDavisstraße herabzieht, und die nun von jener gegen Westen gedrängt,dem Amerikanischen Gestade sich nähernd, nach Süden fortsetzt.

In der Davisstraße, oder vielleicht an ihrem Ausgange, vereinigensich also die kalten Wasser und Eismassen, welche vom Norden sowolder Alten als der Neüen Welt in wärmere Klimate Herabgetrieben werden.