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längs der französischen Küste einzuschlagen, an der, im Parallel vonBrest, Admiral Payne eine Geschwindigkeit von fast 3»» in fand.Indem die Strömung vor dem Englischen Kanal vorüberzieht, stets derNormaldirektion folgend, welche sie durch die Richtung der französischenKüste erhalten hat, erreicht sie hier, im Parallel von etwa 49° N. eineBreite, die bis auf drei Längengrade oder 12« geogr. Meilen geht. Ihreöstliche Gränze bezeichnet eine Linie, welche von Ouessant nach der west-lichsten der Scilly-Inseln gezogen wird. Die Verlängerung des Stromstrifft die irländische Küste beim Kap Clear, wirft sich dann westlich biszum Meridian von etwa 24° W. und kehrt endlich nach Süden zurück,um sich der allgemeinen Ostbewegung der Wasser wieder anzuschließen,so daß der Rennell's-Strom einen vollständigen Kreislauf beschreibt. Somanchem Schiff, das den Ocean glücklich durchschifft hat und der Heimathin der Hoffnung froh entgegen eilte, alle Gefahren nun überstanden zuhaben, hat dieser Strom den Untergang gebracht, und die hohen Gestadeder südlichen Küste von Irland sind sehr oft der Schauplatz des Jammersund des Verlustes an Leben und Eigenthum gewesen; unzählige Schiff-brüche haben hier Statt gefunden, weil der Einfluß dieser Strömungnicht gehörig beachtet worden war. Noch neüerlich ging ein Schiff, welchesvierhundert Auswanderer an Bord hatte, mit Mann und Maus unter;die Unglücklichen, die in der Neüen Welt eine neüe Heimath zu suchengingen, sie fanden an der Schwelle des eben verlassenen alten Vaterlan-des die Heimath des ewigen Lichts und die Wohnungen des Friedens!
Eben so gefahrbringend ist die Nordafrikanische Strömung, die andem westlichen Ende der Wüste Sahara den Schiffenden Tod oder Skla-verei bereitet. Sie entsteht im südöstlichen Winkel der allgemeinen Meer-bewegung des Nordatlantischen Oceans, nördlich vom 45ften Parallelzwischen dem Meridian der Azorischen Inseln und der PortugiesischenKüste, und sie ist es, welche in ihrer nördlichen Gegend dem Mittellän-dischen Meere durch die Straße von Gibraltar den Verlust an Wasserersetzt, welchen dasselbe durch starke Verdampfung erleidet. Längs derNvrdwestküfte von Afrika fließend, nimmt sie, wenn sie Sierra Leoneerreicht hat, den Namen Guinea-Strömung an, und zieht als solche, wiebereits oben erwähnt wurde, in die Buchten von Benin und Biafra,indem sie sich oft den Gestaden nähert, und auf ihrem Wege durch zu-fließendes Driftwasser verstärkt, zu einem mächtigen Strome wird.
Die Veranlassung dieser Strömung ist dreierlei Art: Zuerst trägt zuihrem Entstehen die Anhaüfung von Wasser bei, welche durch den öst-lichen Wasserzug des Nördatlantischen Oceans gegen den 45° der Lat.