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Erster Band.
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welche die Küste hat, wechselt sie in der Geschwindigkeit zwischen 10"' nnd30 in vierundzwanzig Stunden bis zum Parallel von 25 ° S. bei einerEntfernung von 200 Meilen vom Lande. Weiter gegen Süden in 30 °und 32 ° S. fließt sie mit einer Geschwindigkeit von 15 '» bis 20 '" in einemTage, und erstreckt sich 250 Meilen von der Küste im Norden von derMündung des Nio de la Plata. Sehr oft findet sich die Angabe (beson-ders auch bei Krusenstern), daß dieser Landstrom eine bedeutende langeStrömung im Ocean verursache. Auch Rennell erwähnt derselben nachdem Zeügniß des Kapt. Beaufort, jetzigen Hydrographen der englischenAdmiralität, demzufolge diese anfangs gegen O., dann nach O.N.O.gerichtete Strömnng auf einer Entfernung von 590 Meilen von der Nord-seite der Plata-Mündung mit einer Geschwindigkeit von 1»> in I wahr-genommen wurde; allein andere Seefahrer, n. a. auch Kapt. Heywood,und die Preußischen Kapts. Nieck, Schooff, Harmßen, Wendt, von denendie beiden erstem in Buenvs Ayres waren, erwähnen nicht einer bestän-digen Strömung, die aus der Mündung des Landflnsses in den Oceanlaüst, vielmehr sagen sie, daß die Strömungen in der genannten Mün-dung je nach der Beschaffenheit des Windes veränderlich seien. Ver-muthlich daß Kapt. Beaufort jene Erfahrung bei anhaltendem W. undS.W.Winde machte.

Es bleibt noch eine Strömung zu erwähnen übrig, die SüdatlantischeVerbindungsströmung, welche einerseits die Wasser des Atlantischen,andrerseits die des Großen Oceans in das Indische Meer führt. BeimBeginnen dieser Darstellung der Atlantischen Strömungen ist schon aufsie hingedeütet worden. Sie hat zwei Quellen. Die erste und stärkste istein Theil des Wassers, welches der Südost-Passat vor sich her treibt, undder sich vom Brasilischen Küstenstrom absondert, weil ihm dort an derWestseite des Oceans der nöthige Raum zu seiner Ausbreitung mangelt;die zweite Quelle ist der Wasserzug, welcher von den jenseits der Polar-gränze des Passats herrschenden Westwinden erzeügt wird, und womitsich die um das Kap Hoorn kommenden Stromgänge, die einen analogenUrsprung haben, vereinigen. Diese Bewegung der Wassermassen imSüdatlantischen Ocean ist nur unvollkommen bekannt; so viel läßt sichjedoch mit Bestimmtheit sagen, daß zwischen den Parallelen von 30 ° und40 ° S.' eine gegen Ost gerichtete Strömung quer über das Meer setzt,daß sie Tristan da Cunha einschließt, und gegen das Vorgebirge der gutenHoffnung hin, wo sie sich am Südostrande der Nadelbank mit dem rücklau-fenden Kapstrvm vereinigt, eine so große Stärke erlangt, daß sie noch 2000Meilen jenseits, d. h. im Osten, des Kaps wahrgenommen werden kann.