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In großer Entfernung von der amerikanischen Küste kann die Geschwin-digkeit des Stroms noch 3"- und darüber in 1 ^ betragen, diesen Werthfand der Baron Bougainville, auf der Corvette La Seine, im Juni 1820
In Lat. 3»° 54' 4V" N. 58« 44' W. Paris O. 3« N. 3-» in
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Die Winde üben auf die Strömung einen gewissen Einfluß aus.
Die Süd-, S.O. und Ostwinde drücken sie gegen die Küste, verkürzenihre Breite und vermehren sso ihre Geschwindigkeit. Dagegen wird derStrom, wenn die Winde aus S.W., W. und N.W. wehen, in denOcean zurückgeworfen; zugleich nimmt er an Intensität ab. Es ist alsoeinleüchtend, sagt Blunt in seinem amerikanischen Piloten, daß der Golf-strom in-verschiedenen Bewegungen fortgezogen wird, sowol in Absichtaus seine Richtung als auf seine Kraft, und zwar im Verhältniß derumgebenden Umstände, denen er unterworfen ist; und daß es durchausunmöglich ist, für die Begränznng eine allgemeine Regel aufzustellen.Es folgt hieraus, daß eine Beschreibung der Erscheinungen, welche überdieses Phänomen Nachrichten zu verbreiten geeignet sind, die dazu führenkönnen, es in seinen Resultaten am besten kennen zu lernen, und ausdiesen den möglichst größten Vortheil für die Navigation zu ziehen, vonder größten Wichtigkeit ist.
Das Ansehen und die Temperatur des Stromwassers sind es, welchesich der Aufmerksamkeit des Beobachters darbieten. Der Golfstrom hatin den niedrigen Breiten, wo er ohne Unterbrechung unter einem schönenHimmel fließt, eine gleichförmige hellblaue Oberfläche, an der man ihnleicht erkennen kann; um so leichter als änßerhalb der Linie, welche durchdie Wellenbewegung der See an seinen Rändern gebildet wird, dasWasser, welches hier eine dunkele Färbung hat, an einigen Stellen auf-zuwallen scheint, während es an andern einem Wasserfalle gleich schaümet,selbst bei einer todten Stille und an Stellen, wo kein Grund gefundenwird. Sehr deütlich bemerkt man, besonders wenn das Wetter schön ist,eine sehr merkbare Bewegung an den Zugängen und den Rändern desStroms, und man hat beobachtet, daß innerhalb seiner Gränzen dasWasser während der Nacht nicht leüchtete; auch kann man diese Gränzenin der andern Hälfte des Tages an den Algen erkennen, welche man dasGvlfkraut (Kickb-rveeck) nennt, von dem in einem frühern Kapitel aus-führlich die Rede gewesen ist.
Außer den Winden schreibt Blunt dem Monde Einfluß auf denGolfstrom zu, der nach seinen verschiedenen Phasen dem strömendenWasser Bewegungen mittheilt, welche schwächer zwar wie die der ersten