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Erster Band.
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Tag 4S,r'" oder für die Stunde über 2»> giebt. Auf der dritten Erd-umschiffung der Prinzeß Louise hatte er in Lat. 58? S. an einem Tage52»> Effekt der Strömung nach N.O. (den 25. März 4833). Noch be-trächtlicher fand Kapt. Fester die Geschwindigkeit zwischen dem Kap Hoornund Staaten-Jnsel; auf dem Parallel von 55° S. lief sie hier im Mai1829 nach N. 54° O. 54'" in 23" oder fast 2'/»'" in der Stunde. Daßdie Strömung, sowol nach Richtung als Geschwindigkeit, vom Windedurchaus abhängig ist, ergiebt sich aus allen Beobachtungen; so ergabsich, als Kapt. Fester vom Kap Hoorn nach Neü-Süd-Shetland und wie-der zurück fuhr:

4828 Decbr. 29—4829 Jan. 5 Hinreise S. 65" O. 14"- in 24"

1829 März 9 — 25 Rückreise N. 49° O. 2!"- in 24"

Als Maximum der Geschwindigkeit finde ich 4-" in der Stunde (also fast

so groß wie beim Golfstrom) ; diese Erfahrung machte Kapt. Rieck, auf

dem Schiff Christian, als er im Juni und Juli 4827 von Montevideonach Valparaiso segelte, und zwar fand dieses zwischen Lat. 56'/»° und58'// S., Long. 71° 24' und 74° 34' W. Statt; ein Mal heißt es sogarin der Strömungsspalte des Tagebuchs: „Der Strom lief nach N.O. un-geheüer!" Im Allgemeinen war die Richtung O., O.N.O. und N.O.-Nie, sagt Kapt. Fitz Nvy, sah ich die Strömung nach W. laufen, immerhatte sie eine östliche Richtung, der Wind mochte wehen aus welcherWeltgegend er wollte; eben dieses finde ich in den Tagebüchern der preüßi-schen Schifffahrten bestätigt; es ist eine Folge der herrschenden Westwinde,die dem Wasserzuge eine Kraft mittheilen, welche der dann und wanneintretende Ostwiud nicht zu überwältigen vermag. In der Nähe desLandes folgt der Strom genau der Direktion der Küste, und hat hiernach Fitz Roy's Erfahrungen eine mittlere Geschwindigkeit von 4 "- in 4".Kapt. Fewsoe fand im April 4835 längs der Küste von der Insel DiegoRamirez eine starke Strömung nach W.N.W.; dies ist eine merkwürdigeAbweichung von der Regel.

So hat also die Schifffabrt um das Kap Hoorn aus dem Atlantischenin den Großen Ocean nicht allein mit beständigen Westwinden, sondernauch, in Folge derselben, mit einem oft starken östlichen Meeresstrome zukämpfen; und zählt man zu diesen Widerwärtigkeiten noch die Gefahren,welche die schwimmenden Eisinseln (deren auch Kapt. Fewsoe gedenkt)bereiten, so ist allerdings zu verwundern, warum dieser Seeweg nicht, ver-lassen und die weit sicherere Fahrt durch die Magalhaens-Straße einge-schlagen wird, deren Beschiffung jetzt, nachdem Kapt. King ihre Küstenund Fahrwasser aufs genaueste erforscht hat, ganz gefahrlos ist.