Fünfzehntes Kapitel
Strömung«« de» Großen Seron». Der Strom kalte« Wasser» läng» der Westküste vonSüdamerika, geschildert von A. von Humboldt. Übrige Strom-Bewegungen der Südsee.Strömungen im Indischen Meer« und seinen Theilen.
Die beständigen Weststürme, welche in der Gegend des Kap tzvornwüthen, verfehlen ihre Wirkung auf die oceanischen Gewässer nicht; sieverursachen einen Meeresstrom, der aus den antarktischen Regionen undder Südsee fortwährend nach Osten in den Atlantischen Ocean fließt. AlsKrusenstern Ende Februar und Anfang März 1804 die Südspitze vonAmerika umschiffte, erhielt er in Lat. 57° S. einen starken Sturm ausS.W. und W.S.W. Er hielt fünf Tage mit gleicher Stärke an: wäh-rend dieser fünf Tage war die Richtung des Stroms N.O.z.N., ungefährinnerhalb 24^; er erhielt sich ganz in dieser Richtung und auch indieser Stärke, bis die Nadeschda des Kap Hoorn dublirte. Bei Umschif-fung des Feüerlandes lief der Strom täglich 12 bis 15»- nach O.N.O.,O.g.N. und O.S.O., je nachdem der Wind W.S.W. oder W.N.W. war.Jenseits des Feüerlandes horte dieser östliche Strom ganz auf; überhauptwar das Schiff vom Kap Sän Juan bis Kap Victoria um 3'/-° nachOsten zu getrieben worden. Bei der Fahrt des preüßischen Schiffs Men-tor im März 1823 betrug der Effekt dieser östlichen Strömung 4° 11"zwischen den Meridianen von 63° 38' und 76° 32' W. Paris, und zwi-schen den Parallelen von 55'// und 57°// S. Die Prinzeß Louise, Kapt.Wendt, fand die Strömung so bedeütend, daß sie an einem Tage, den23. December 1830, in Long. 76° 34' W. auf dem Parallel von 57° S.35 Meilen in 24^- betrug; ja an einer andern Stelle, in Long. 66° 47'W., Lat. 56° 6' S., bestes sie sich auf 33»» in 16 ^, was für den ganzen