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Cairo bemerkt werden, konnten einen Beobachter hauptsächlich über diewundersame Meteorologie des Niedern Peru aufklären. Contraste derWinde, welche Luftschichten von verschiedener Temperatur und von ver-schiedenem Dunstgehalt herbeiführen, spielen gewiß die Hauptrolle dabei.Wenigstens ist mir allgemein in Lima versichert worden, daß, wenn vomApril bis Mai lange Nordwinde geweht haben und der Wind plötzlichsich in Süden umsetzt, nicht selten einige Regentropfen an der Küste fal-len, und in den anomalen Jahren 17VI, 1720 und 1728, wo starke Re-gengüsse fielen, waren solche schnellen Wechsel sehr gemein. Wie weitdas dem peruanischen Tieflande eigenthümliche Klima auf dem nahenOcean herrsche, darüber habe ich bisher nur widersprechende Nachrichteneinsammeln können; gewiß ist es indeß, daß zwischen denselben Parallel-kreisen in der Südsee dasselbe Klima wie im Atlantischen Meere, perio-dische Regengüsse, Blitz und Donner und nebelfreier Himmel, gefundenwerden. Die früher entwickelten Anomalien beschränken sich also rechteigentlich auf das Littoral und das nahe Gebiet der kalten Meeres-strömung.
»»Ist der Ursprung der letzter» in der Endspitze von Südamerikaam Ausgange der Magalhaens-Straße am Kap Pilar, wo im Novemberdie Meeres-Temperatur kaum 5° bis 6° ist, zu suchen? Ein erfahrenerspanischer Seeoffizier, Don Josef de Moraleda, der das Schiff komman-dirte, auf dem ich die Überfahrt vom Callao nach Guayaquil machte,versichert, daß er in dem Archipelagus der Inseln Chonos und Huaytecas,deren Küsten er aufgenommen, die Schnelligkeit des längs des Littoralsgegen N. fließenden Wassers nur gering, auf der Oberfläche drei bisfünf Zehntheile einer englischen Seemeile in der Stunde wie in einemOrikt-Ourrent gefunden habe: aber sorgfältige Versuche bei dem Lothenhatten erwiesen, daß in einer Tiefe von 12 bis 15 Faden die Strömungin derselben Richtung weit stärker sei. Die bewegten Theile des Wassersbewahren, zwischen wärmeren Schichten hinfließend, lange die Kälte hoherBreiten und bleiben, ihrer specifischen Schwere nach, in der Tiefe. VonValparaiso und Coquimbo, besonders aber von Arica nördlich bis Limaist die Strömung am schnellsten (12 bis 14, bisweilen selbst 18 englischeSeemeilen in 24 Stunden). Es geschieht hier, was man überall beiMeeresströmungen bemerkt, die an eine sich plötzlich wendende Küstestoßen; das Hinderniß beschleunigt ihren Lauf und längs der Küste findetsich das Mapimum der Geschwindigkeit. Diese Gewalt des Stroms istUrsache, daß Schiffe, welche zur Zeit der Garua von Quilca nach demCallao de Lima segeln, mehrere Tage keine Breiten-Beobachtung erhalten,