Band 
Erster Band.
Seite
582
JPEG-Download
 

582

und sich nicht nach der Gestalt der stachen, in Nebel verhüllten Küstevrientiren können, oft zu ihrem größten Nachtheil den Hafen Callao vor-bei bis Huaura und Guarmey segeln, wenn sie sich der Log-Rechnung nachnoch südlich vom Callao glauben. Die Nebel und Verhüllungen sind amdicksten zwischen Pisco und Lima. Die Fahrt gegen den Strom von N.nach S. ist so mühevoll, daß, von Paita oder Callav nach Valparaisooder Sän Carlos de Chiloe segelnd, die Schiffe, um die Strömung zuvermeiden, sich mehr als 8° westlich vom Meridian der Insel Juan Fer-nandez halten. Ja einst verirrte sich eine spanische Fregatte, Santa-Rosalia, auf der Überfahrt von Paita nach Valparaiso dergestalt, daßsie, wahrscheinlich vom Äquinoctial-Strom gegen Westen fortgerissen, dieOster-Jnsel (Isis, clo Ibsenn oder c!o 8an Carlos der Spanier) berührte.Nachdem die peruanische kalte Küstenftrömung ihr Maximum zwischenArica, Quilca und Lima erreicht hat, nimmt sie nordwestlich wieder ab.Zwischen Lima und dem Cabo Blanco, wo sie plötzlich die Küste verläßt,sich gegen W. wendet und sich der allgemeinen Notation oder Äquinoctial-Strömung beimischt, war nach meinen Beobachtungen die mittlere Ge-schwindigkeit kaum 7 bis 8 englische Seemeilen in 24 Stunden.

„„Die Lvkalbeschaffenheit der Küste an diesem Wendepunkt und dasöstliche Zurücktreten derselben jenseits der Punta Parina und dem CaboBlanco sind unstreitig Verhältnisse, welche, außer der Entfernung einerbis zu 2v°,§ erkalteten Meeresströmung, die größere Wärme des Litto-ralö von Guayaquil und die ganz verschiedene Lust-Konstitution nördlichvon dem Cerro de Amotape bestimmen. Bei Punta de la Aguja, derdarauf folgenden Punta de Nonura und in der ganzen Bucht von Se- !chura bis zu dem Rio Chira und den Zwillings-Hügeln der Negritos ist ^die Küste ganz niedrig. Hoch ist das Land um Punta Parina und CaboBlanco, bis es sich wieder gegen N.O. in dem Golfete de Guayaquilerniedrigt. Die mehrmals genannte Anhöhe von Amotape oder Cerritos >

de la Brea (Erdpech) liegt 15 englische Seemeilen von der Küste entfernt, !

und von da an schließt sich ein Rücken (Querjoch) unter dem Parallelkreis-von 6° östlich gegen die vortretende Andeskette von Ayavaca. Durch !diese Gestaltung wird alles nördlich Gelegene vor den kalten S. undS.W. Winden geschützt. Dieser Schutz nimmt noch beträchtlich zu nörd-lich von Guayaquil, wo im Choco die Küste volle 4° östlich vom Meri-dian der Punta Parina zurücktritt und dazu das Hochland von Quitosich so mächtig westlich vordrängt. Längs der ganzen Ebene von Chiliund Peru kann die südliche Polarluft ungehindert strömen.""

Folgende Beobachtungen der Meeres- und Luft-Wärme entlehnt Hr.